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«Der Bundesrat schiebt das Problem auf die lange Bank»

Osteuropäische Betreuerinnen arbeiten in der Schweiz oft unter prekären Bedingungen. Um das zu verhindern, will der Bund Gesetze ändern. Das sei gar nicht nötig, kritisieren die Gewerkschaften.

24 Stunden im Einsatz: Eine Betreuerin kümmert sich um eine betagte Frau.
24 Stunden im Einsatz: Eine Betreuerin kümmert sich um eine betagte Frau.
Keystone

Sie kochen, bügeln, waschen, pflegen und unterhalten: Mehrere Tausend Osteuropäerinnen betreuen in der Schweiz Pflegebedürftige in deren Haushalten. Die demografische Entwicklung und die rückläufige Betreuung durch eigene Angehörige machen diesen noch jungen privaten Pflegemarkt lukrativ. Doch davon spüren die Migrantinnen wenig: Häufig arbeiten sie unter prekären Bedingungen, sind an sieben Tagen pro Woche während 24 Stunden im Einsatz – und verdienen lediglich zwischen 1500 und 3000 Franken im Monat. Von der starken Nachfrage profitieren dagegen die immer zahlreicheren Vermittlungsagenturen. Eine Vollzeitbetreuung kostet die Angehörigen monatlich zwischen 8000 und 14'000 Franken.

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