Zum Hauptinhalt springen

«Das war ein taktischer Fauxpas des Bundesrates»

Wirtschaftsanwalt Peter V. Kunz über das unglückliche Verhalten der Schweiz im Steuerstreit mit den USA. Und über eine mögliche Folgen einer Eskalation.

Steht von Seiten der US-Behörden unter Druck: Die Credit Suisse (Sitz der Bank in New York).
Steht von Seiten der US-Behörden unter Druck: Die Credit Suisse (Sitz der Bank in New York).
Keystone

Herr Kunz, das Parlament geht auf die Forderung Washingtons im Steuerstreit jetzt nicht ein. Müssen die betroffenen Schweizer Banken jetzt vor einer US-Klage zittern? Um die Credit Suisse habe ich keine Angst. Sie ist auch für das US-Finanzsystem viel zu wichtig – ähnlich wie vor drei Jahren die UBS. Bei kleineren Banken hingegen muss man damit rechnen, dass der juristische Druck erhöht wird. Gerade wenn Kantonalbanken ins Visier der US-Behörden gerieten, würde das vermutlich in der Schweiz sehr emotional behandelt und enorme Ängste auslösen. Wichtig ist aber trotzdem: Eine Anklage ist noch lange keine Verurteilung, und nicht jede Klage hat die gleiche Bedeutung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Mehr zum thema