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«Das Verbot ist völlig lächerlich»

Als erster Kanton der Schweiz verbietet das Tessin das Tragen einer Burka. Ein schwarzer Tag für die Menschenrechte, sagen die Gegner. Und eine Frage ist: Wie hoch wird die Busse sein?

Giorgio Ghiringhelli, der siegreiche Initiant des Burkaverbots. Foto: Karl Mathis (Key)
Giorgio Ghiringhelli, der siegreiche Initiant des Burkaverbots. Foto: Karl Mathis (Key)

Der ehemalige Journalist Giorgio Ghiringhelli (61) war gestern sichtlich zufrieden. 65,4 Prozent der Tessiner Stimmenden sprachen sich für den Verfassungsartikel aus, den er mit einer Volksinitiative gefordert hatte. Demnach ist die Ganzgesichtsverhüllung an öffentlichen Orten künftig verboten. Burka und Nikab können im Tessin nicht mehr getragen werden. Ghiringhelli, ein politischer Einzelkämpfer der Bewegung «Il guastafeste» (Spielverderber), setzte sich praktisch gegen alle politischen Parteien, gegen den Bischof von Lugano sowie mehrere islamische Verbände durch. Im Komitee der Befürworter, das auf Feierlichkeiten irgendwelcher Art bewusst verzichtete, waren mit Alt-FDP-Staatsrätin Marina Masoni und der ehemaligen SP-Grossrätin Iris Canonica auch bekannte Frauen vertreten.

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