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«Das Urteil ist im Sinne der fundamentalistischen Muslime»

Zwei Mädchen aus dem Thurgau dürfen mit dem Kopftuch zur Schule. Dies entschied das Bundesgericht heute. Islamverbände sind ob der Nachricht gespalten.

Falscher Ort für religiöse Symbole? Junge Frauen mit Kopftuch beim deutschen Sprachunterricht in Berlin.
Falscher Ort für religiöse Symbole? Junge Frauen mit Kopftuch beim deutschen Sprachunterricht in Berlin.
Keystone

Für Saïda Keller-Messahli, Gründerin und Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, ist der Entscheid des Bundesgerichts eine grosse Enttäuschung, wie sie gegenüber Redaktion Tamedia sagt. «Das Urteil ist vor allem im Sinne der fundamentalistischen Muslime», sagt Keller-Messahli.

Vereine wie der Islamische Zentralrat würden durch diese Regelung, auch wenn sie nur eine Schule betreffe, eine Stärkung erfahren, so die Islamkennerin. «Die Kopftuchdebatte ist für diese Kreise zentral», sagt Keller-Messahli. «Sie unterstützen Menschen, welche sich für das Tragen des Kopftuchs einsetzen, auch juristisch.»

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