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Das Märchen von der Heiratsstrafe bei der AHV

Mit der Initiative gegen die Heiratsstrafe zieht die CVP ­älteren Ehepaaren den Speck durch den Mund: Sie erweckt den Eindruck, bei einem Ja erhielten Ehepaare mehr AHV. Dabei geben sogar CVP-Wortführer zu, dass es bei der AHV gar keine Heiratsstrafe gibt.

Zumindest finanziell lohnt sich eine Heirat im Alter nicht: Ehepaare, die zusammen alt werden, fahren bei der AHV schlechter als Konkubinatspaare. Das darf man nicht isoliert betrachten, da die AHV Ehefrauen vor der Pensionierung mit Witwenrenten privilegiert absichert.
Zumindest finanziell lohnt sich eine Heirat im Alter nicht: Ehepaare, die zusammen alt werden, fahren bei der AHV schlechter als Konkubinatspaare. Das darf man nicht isoliert betrachten, da die AHV Ehefrauen vor der Pensionierung mit Witwenrenten privilegiert absichert.
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Im Abstimmungskampf schreckt die CVP nicht vor schrillen Tönen zurück. In den Flyern für ihre Initiative gegen die Heiratsstrafe, die am 28. Februar an die Urne kommt, schreibt sie kühn vom «AHV-Bschiss». Sie rechnet vor, dass verheiratete Rentnerpaare maximal 3525 Franken AHV pro Monat erhalten, während ledige Paare bis zu 4700 Franken bekommen. Der Hintergrund ist bekannt: Unverheiratete Paare können zwei volle Maximalrenten erhalten, während die Renten von Ehepaaren beim 1,5-Fachen der Maximalrente plafoniert sind. «Das ist eine klare Diskriminierung und gehört abgeschafft», folgert die CVP.

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