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«Das Glattzentrum trägt viel zur Verkehrsüberlastung bei»

Nicht nur Pendler schaffen in der Agglomeration Zürichs Verkehrsprobleme, meint Verkehrsingenieur Willi Hüsler. Er zeigt auf, wie man der Situation Herr wird – und wie nicht.

«Wenn das Angebot schlechter ist, nutzen weniger Leute den ÖV»: Trams am Zürcher Paradeplatz.
«Wenn das Angebot schlechter ist, nutzen weniger Leute den ÖV»: Trams am Zürcher Paradeplatz.
Keystone

Die Städteinitiative stellt Zürich vor neue Herausforderungen. Der motorisierte Verkehr muss reduziert werden. In Londons Innenstadt setzt man auf Roadpricing: Wer dort das Auto nutzen will, muss 10 Pfund pro Tag bezahlen. Ist solch ein Modell auch für Zürich denkbar?

Zürich und London sind nicht wirklich vergleichbar. Meiner Meinung nach haben wir in der Zürcher Innenstadt kein wirkliches Verkehrsproblem. Schon heute nutzen dort 80 bis 90 Prozent der Verkehrsteilnehmer den ÖV oder sind zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Die Hauptprobleme sehen wir in den Agglomerationen. Einerseits durch Pendlerverkehr, aber auch durch grosse Einkaufszentren, wie das Glatt, die völlig auf Autos ausgerichtet sind. Diese tragen viel dazu bei, dass es beispielsweise bei der Nordumfahrung oder rund um Dietlikon zu massiven Verkehrsüberlastungen kommt.

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