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Das gefährliche Kalkül von Widmer-Schlumpf

Die BDP-Justizministerin erzürnt mit ihrem Absprung zu den Finanzen potenzielle Verbündete. Spekulationen über Fusionsabsichten von CVP und BDP erhalten dadurch neue Nahrung.

Hat bei der grossen Rochade profitiert: Eveline Widmer-Schlumpf.
Hat bei der grossen Rochade profitiert: Eveline Widmer-Schlumpf.
Keystone
Der SP-Präsident ist konsterniert und wütend. Nun schwört er Doris Leuthard Rache: Christian Levrat.
Der SP-Präsident ist konsterniert und wütend. Nun schwört er Doris Leuthard Rache: Christian Levrat.
Keystone
Muss ein Departement übernehmen, das sie gar nicht wollte: Simonetta Sommaruga.
Muss ein Departement übernehmen, das sie gar nicht wollte: Simonetta Sommaruga.
Keystone
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Darf man eine Finanzministerin abwählen, die erst ein Jahr im Amt ist? Eveline Widmer-Schlumpf spekuliert offensichtlich darauf, dass eine Mehrzahl der Parlamentarier diese Frage bei den Gesamterneuerungswahlen 2011 aus höherer Staatsräson mit Nein beantworten wird.

Doch kommt der Ressortwechsel der Noch-Justizministerin einer Vabanque-Taktik gleich. Denn durch die von ihr mitverantwortete grosse Departementsrochade hat Widmer-Schlumpf die SP in die Verliererecke manövriert – ausgerechnet jene Partei, ohne deren Stimmen die BDP-Magistratin die Wiederwahl nicht schaffen kann. Widmer-Schlumpfs Chancen bei den Sozialdemokraten hätten sich tendenziell verschlechtert, stellen Parteipräsident Christian Levrat, Generalsekretär Thomas Christen und Fraktionschefin Ursula Wyss denn auch übereinstimmend fest. Stimmen von Fraktionsmitgliedern bestätigen diese Einschätzung.

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