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«Das Burkaverbot könnte sich nun rasch verbreiten»

Das Tessin verbietet als erster Schweizer Kanton das Tragen einer Burka. Nenad Stojanovic, Politologe und Mitglied der Eidgenössischen Rassismuskommission, sagt, was der Entscheid für die Schweiz bedeutet.

Im Tessin drohen 1000 Franken Busse, warnt die saudische Botschaft: Eine Familie mit verhüllter Frau beobachtet einen Umzug in Genf. (1. August 2015)
Im Tessin drohen 1000 Franken Busse, warnt die saudische Botschaft: Eine Familie mit verhüllter Frau beobachtet einen Umzug in Genf. (1. August 2015)
Martial Trezzini, Keystone
Das Burka-Verbot ist in Belgien bereits in Kraft und sorgt noch immer für Aufregung: Zwei muslimische Burka-Trägerinnen zeigen ihre Bussen vor dem Stadthaus in Brüssel.
Das Burka-Verbot ist in Belgien bereits in Kraft und sorgt noch immer für Aufregung: Zwei muslimische Burka-Trägerinnen zeigen ihre Bussen vor dem Stadthaus in Brüssel.
Keystone
Auf der Seite der Befürworter des Verbots war auch die ehemalige Finanzdirektorin des Kantons Tessin, Marina Masoni (FDP).
Auf der Seite der Befürworter des Verbots war auch die ehemalige Finanzdirektorin des Kantons Tessin, Marina Masoni (FDP).
Alessandro Della Bella, Keystone
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Das Tessin hat als erster Kanton in der Schweiz einem Burkaverbot zugestimmt. Sind sie überrascht?

Ich habe damit gerechnet. Abgesehen von einzelnen Gruppierungen wie Amnesty International gab es kein echtes Abstimmungskomitee, das sich offen gegen die Initiative eingesetzt hätte. Das ist unüblich, aber es zeigt, dass auch die Gegner den Kampf gegen diese Vorlage von Anfang an verloren glaubten. Im Tessin fehlte es an Mut.

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