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Couchepin bespricht Steuerstreit mit EU-Präsident

Der Bundespräsident wird Mitte Dezember mit José Manuel Barroso über das dornige Steuerdossier Schweiz EU verhandeln.

Dieses Mal ernst statt feucht-fröhlich: Couchepin und Barroso trinken auf die Portwein-Bruderschaft (27. Juni 2008).
Dieses Mal ernst statt feucht-fröhlich: Couchepin und Barroso trinken auf die Portwein-Bruderschaft (27. Juni 2008).
Keystone

Die Eidgenossenschaft biete Konditionen an, die den deutschen Steuerzahler einladen, Steuern zu hinterziehen, klagte der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück die Schweiz an. Weil der Schweiz Steinbrücks Tonfall nicht passt, zitierte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey den deutschen Botschafter ins EDA. Die Replik von Steinbrück folgte umgehend: Er lasse sich nicht den Mund verbieten, wenn deutsche Bürger zu Steuerbetrug eingeladen würden, polterte der deutsche Finanzminister.

Einen Flächenbrand vermeiden

Die Schweizer Regierung befürchtet, dass sich die Steuergeschichte mit Deutschland wegen der Finanzkrise zu einem Flächenbrand ausweiten könnte Auch andere Länder wie die USA könnten auf den Zug aufspringen, glauben regierungsnahe Kreise in Bern. Jetzt soll Pascal Couchepin Feuerwehrmann spielen und den Brandherd löschen. Der Bundespräsident wird am 15. Dezember mit dem Vorsitzenden der EU-Kommission, Jose Manuel Baroso zusammentreffen. Die beiden kennen sich gut und sind per Du miteinander. Das Treffen sei zwar bereits im letzten Sommer während eines Besuchs Couchepins in Portugal beschlossen worden. Couchepin will jetzt die Gelegenheit nutzen, um mit seinem Freund Baroso das heikle Steuerdossier zu besprechen.

Unterstützung aus Österreich

Die Schweiz hofft aber auch auf die Hilfe von Nachbarstaaten wie Österreich. Die Österreicher sind wie die Schweiz ein Kandidat für die erweiterte schwarze Liste der OECD. Bisher befinden sich lediglich drei Länder auf dem Papier - Andorra, Liechtenstein und Monaco.

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