Bundesrat Furgler stoppte die Recherchen

Justizminister Kurt Furgler persönlich stoppte 1981 die Recherchen der Berner Tageszeitung «Bund» über den rätselhaften Todesfall des Offiziersaspiranten Rudolf Flükiger vom Herbst 1977 im Jura. Auch 40 Jahre danach wundern sich frühere Dienstkollegen Flükigers über den Aufklärungsstopp von ganz oben.

Unter Beobachtung der Landesregierung: Der Chefredaktor der Zeitung «Bund», die sich an der Effingerstrasse im Haus mit        dem Türmchen befand, wurde 1981 in der Affäre Flükiger von Bundesrat Kurt Furgler ins nahe Bundeshaus zitiert.

Unter Beobachtung der Landesregierung: Der Chefredaktor der Zeitung «Bund», die sich an der Effingerstrasse im Haus mit dem Türmchen befand, wurde 1981 in der Affäre Flükiger von Bundesrat Kurt Furgler ins nahe Bundeshaus zitiert.

(Bild: Raphael Moser)

Stefan von Bergen@StefanvonBergen.

Der ungeklärte Todesfall des Offiziersaspiranten Rudolf Flükiger gibt keine Ruhe. Zahlreich sind die Reaktionen auf die Serie zum Fall in dieser Zeitung. Ins­besondere alte Dienstkollegen Flükigers erinnern sich, wie der Bauernsohn aus Jegenstorf im September 1977, in den heissen Jahren des Jura-Konflikts, auf einem militärischen Nachtlauf im Jura verschwand und dann in Frankreich tot aufgefunden wurde, zerfetzt von einer Handgranate. «In Gesprächen mit früheren Kollegen taucht der Fall noch heute auf, er ist mir so präsent, als wäre er gestern passiert», sagt etwa Marc Gilgen (61) aus Burgdorf.

Berner Zeitung

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