Zum Hauptinhalt springen

Bundespräsident Schneider-Ammann gratuliert Trump

Wie protokollarisch üblich hat der Bundespräsident Donald Trump die Glückwünsche zur Wahl mit einem Brief überbracht. Man wolle unter ihm weiter «die engen Beziehungen» pflegen.

«Enge politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen»: Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat Donald Trump per Brief gratuliert (14. Oktober 2016).
«Enge politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen»: Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat Donald Trump per Brief gratuliert (14. Oktober 2016).
Keystone

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat Donald Trump zur seiner Wahl zum Präsidenten der USA gratuliert. Die Schweiz wolle unter ihm «die engen Beziehungen und die Zusammenarbeit pflegen», schreibt das Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Wie protokollarisch üblich habe der Bundespräsident die Glückwünsche zur Wahl mit einem Brief überbracht. In diesem habe Schneider-Ammann «die engen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen unseren Ländern und die gemeinsamen Werte gewürdigt», so das Departement.

Burkhalter setzt auf Freihandel mit den USA

Zuvor hatte sich bereits Bundesrat Didier Burkhalter zu Trumps Wahl geäussert. Die Schweiz werde gegenüber den USA weiterhin auf Freihandel setzen, hiess es. Protektionismus und neue Zölle, wie sie der neue US-Präsident Donald Trump in seiner Wahlkampagne angekündigt hatte, seien nicht im Interesse der Schweiz, sagte der Aussenminister in einer ersten Reaktion.

«Das werden wir der neuen Regierung auch so mitteilen», sagte Burkhalter am Mittwoch in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen SRF. Eine Abschottung der Märkte sei weder für die USA noch für die Schweiz gut.

Der Aussenminister verwies auf das Handelsvolumen von 50 Milliarden Franken zwischen den beiden Ländern. Das sei nicht nichts. Die USA sind für die Schweiz die zweitwichtigste Exportnation.

Kernthemen Frieden und Sicherheit

In der Sicherheitspolitik dürften Friedensaktionen vor dem aktuellen politischen Hintergrund noch wichtiger werden. Die Schweiz habe hier eine bedeutende Rolle. Sie sei nicht Alliierte sondern Partnerin.

Burkhalter erinnerte daran, dass die Schweiz die Interessen der USA im Iran vertritt. Mediationen, gute Dienste und das internationale Genf seien weitere Trümpfe der Schweizer Aussenpolitik. Die USA sollten sich ihrerseits als Kraft für den Frieden einsetzen.

Die Schweiz wolle mit der neuen US-Regierung konstruktiv zusammenarbeiten. Sie werde dabei ihre Interessen und Werte verteidigen, sagte Burkhalter in einem Interview mit dem Westschweizer Radio (RTS).

Es gelte, der neuen amerikanischen Regierung Zeit zu geben, ihren Weg zu finden. Erst anschliessend werde sich die Schweiz ein Urteil bilden können. Die Schweiz werde den Kontakt mit der US-Regierung suchen, um sich zu vernetzen und sich gegenseitig zu verstehen.

Interesse an einem starken Amerika

Die Schweiz habe alles Interesse an einer starken und geeinten USA. Ein zerrissenes und uneiniges Amerika sei dagegen nicht gut für die übrige Welt. Die Welt und die USA veränderten sich. Die Schweiz dagegen sei weniger stark Veränderungen unterworfen.

«Wir betrachten die Weltpolitik immer aus dem Blickwinkel der Schweizer Interessen», sagte Burkhalter in dem Interview, das das RTS kurz vor Bekanntgabe des definitiven Wahlresultats in den USA geführt hatte. Es gelte, Brücken zu bauen. Die Schweiz wolle diesen Weg mit der neuen Regierung in Washington beschreiten.

SDA/kko

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch