Bundesgericht stoppt russisches Luxus-Resort im Wallis

Mit dem Bau des Resorts Aminona bei Crans-Montana darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht ist der Beschwerde von Umweltverbänden entgegengekommen – vorerst.

Masterplan des Gesamtprojekts: Die Verwirklichung des Luxus-Resorts Aminona steht in den Sternen.

Masterplan des Gesamtprojekts: Die Verwirklichung des Luxus-Resorts Aminona steht in den Sternen.

(Bild: Keystone)

Die russische Mirax-Gruppe plant in Mollens 160 Luxusappartements, 350 Hotelzimmer, 50 individuelle Chalets, eine 12'000 Quadratmeter grosse Geschäftszone mit Restaurants, Kunsteisbahn, Schwimmbädern sowie ein Konferenzzentrum. Die Anlage soll im Endausbau 2500 Betten umfassen und etwa 400 Millionen Franken kosten.

Das Walliser Kantonsgericht hatte die Beschwerden des WWF, der Stiftung Landschaftsschutz und des Schweizer Heimatschutzes gegen die Baubewilligung im vergangenen Juli abgewiesen. Die Verbände gelangten daher ans Bundesgericht, das nun die aufschiebende Wirkung erteilt hat.

Keine Sicherheitsleistung

Mit dem Bau der Anlage darf damit zumindest vorerst nicht begonnen werden. Die Bauherrschaft hatte gefordert, dass von den Beschwerdeführern für den Fall der Gewährung der aufschiebenden Wirkung eine Sicherheitsleistung über fünf Millionen Franken zu erheben sei, worauf das Bundesgericht aber verzichtet hat.

Seinen Zwischenentscheid rechtfertigt das Gericht unter anderem damit, dass ein sofortiger Baubeginn die betroffenen Trockenwiesen gefährden könnte, die gegenwärtig noch über provisorischen Schutz verfügten. Das öffentliche Interesse am Schutz dieses Biotops überwiege die ökonomischen und touristischen Interessen.

bru

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