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Bund will 269 Immobilien liquidieren

Die Bundesverwaltung trennt sich von jeder zehnten Immobilie. Bei fast 600 Objekten laufen Abklärungen, ob sie noch gebraucht werden.

Dominik Feusi
Könnte das Immobilienportfolio «aktiver und effizienter» führen: Der Direktor des Bundesamts für Bauten und Logistik (l.) und Bundesrat Ueli Maurer. Foto: Keystone
Könnte das Immobilienportfolio «aktiver und effizienter» führen: Der Direktor des Bundesamts für Bauten und Logistik (l.) und Bundesrat Ueli Maurer. Foto: Keystone

Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) überlegt sich bei 575 Immobilien, ob sie in Zukunft noch gebraucht werden. Bei 269 weiteren ist der Entscheid bereits gefallen. Sie werden in den kommenden Jahren abgestossen. Dies geht aus einem Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle hervor. Sie hatte Ende letzten Jahres die Immobilienbewirtschaftung durch das Bundesamt unter die Lupe genommen.

Insgesamt verfügt die Bundesverwaltung gemäss diesem Bericht über gut 2000 Objekte mit einem Wiederbeschaffungswert von rund 6,5 Milliarden Franken. Fünf Prozent der Gebäude liegen in der Stadt Bern, der Rest verteilt auf das ganze Land, insbesondere Asylzentren, Forschungsgebäude oder Sportanlagen.

Aus dem Bericht geht hervor, dass das Bundesamt zusammen mit dem aktuellen Benutzer für jede Immobilie festlegt, ob die Nutzer sie behalten, ihre weitere Verwendung genauer untersucht oder ob sie abgestossen werden soll. Die Finanzkontrolle lobt diese Einteilung und erachtet diesen Verzicht auf nicht mehr betriebsnotwendige Immobilien als «nachvollziehbar».

Von den 269 Immobilien, die das Bundesamt verkaufen oder abstossen will, sind 79 gemietete Objekte, 190 gehören dem Bund. Diese haben gemäss BBL einen Anschaffungswert von rund 445 Millionen Franken. Zu den nicht mehr benötigten Immobilien gehören auch Gebäude an zentralen Lagen, wie jenes an der Blumenbergstrasse 39 im Berner Breitenrain, das früher von der Rüstungsbehörde Armasuisse genutzt wurde. Die Armasuisse ist Ende Jahr in ein neues Gebäude am Guisanplatz umgezogen. Das Mietverhältnis wurde deshalb aufgelöst.

Kritik am Bundesamt

Die Finanzkontrolle untersuchte auch den Verkaufsprozess und kommt zum Schluss, dass dieser so ausgestaltet sei, dass er zu einem «optimalen Erlös» führe. Das BBL erstellt vor dem Verkaufsprozess eine Schätzung des Verkehrswertes und achtet darauf, dass die Verkäufe zu Marktpreisen über die Bühne gehen.

Die Finanzkontrolle sieht allerdings auch Verbesserungspotenzial. Das BBL könne das Immobilienportfolio «aktiver und effizienter» führen. Zudem nütze das Bundesamt die Immobiliendaten zu wenig. Auch mit einem offenbar eingeführten branchenüblichen Tool sei diese «Lücke» noch nicht geschlossen worden, schreibt die Finanzkontrolle.

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