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«Bündner Wähler kaufen die Katze im Sack»

Mit der «Martullo-Klausel» umschiffe die SVP Graubünden Wahlregeln und Wählerwillen, sagt Politologe Daniel Bochsler.

Die beiden Topkandidaten der SVP Graubünden: Magdalena Martullo-Blocher und der amtierende Nationalrat Heinz Brand, rechts an einer Medienkonferenz in Chur. (20. April 2015)
Die beiden Topkandidaten der SVP Graubünden: Magdalena Martullo-Blocher und der amtierende Nationalrat Heinz Brand, rechts an einer Medienkonferenz in Chur. (20. April 2015)
Gian Ehrenzeller, Keystone

Daniel Bochsler, die «NZZ am Sonntag» berichtet über eine Sonderregelung der SVP Graubünden: Kandidaten sollen unter Umständen auf ihren Nationalratssitz verzichten, weil die Sitze nach Majorz- und nicht wie üblich durch Proporzverfahren verteilt werden. Davon könnte Magdalena Martullo-Blocher profitieren. Was halten Sie davon?

Das ist ein deutlicher Eingriff in das Wahlsystem. Auf diese Weise entscheiden nicht mehr die Wähler darüber, wer im Nationalrat sitzt oder wer nachrückt. Sondern man zwingt den Kandidaten den Verzicht auf das Mandat auf, um so andere in den Nationalrat schicken zu können. Die Bündner Wähler kaufen mit der SVP-Liste die Katze im Sack.

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