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Bührer hört auf – Wehrli soll Nachfolger werden

Nun ist es definitiv: Gerold Bührer tritt per 1. Oktober als Economiesuisse-Präsident zurück. Seine Kampagnenbilanz ist erstaunlich. Ein Nachfolger steht bereit.

Hat seinen Rücktritt bekannt gegeben: Economiesuisse-Chef Gerold Bührer bei einem Interviewtermin in Zürich. (8. August 2011)
Hat seinen Rücktritt bekannt gegeben: Economiesuisse-Chef Gerold Bührer bei einem Interviewtermin in Zürich. (8. August 2011)
Keystone
Nach Meinung des Vorstands soll er den Job ab Oktober übernehmen: Der heutige Clariant-Verwaltungsratspräsident Rudolf Wehrli hier als Chef der Gurit Heberlein Group im Jahr 2003.
Nach Meinung des Vorstands soll er den Job ab Oktober übernehmen: Der heutige Clariant-Verwaltungsratspräsident Rudolf Wehrli hier als Chef der Gurit Heberlein Group im Jahr 2003.
Keystone
Sein Engagement für die Wirtschaft der Schweiz war gross: Gerold Bührer äussert sich im Namen eines Wirtschaftskomitees vehement für die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien im Januar 2009.
Sein Engagement für die Wirtschaft der Schweiz war gross: Gerold Bührer äussert sich im Namen eines Wirtschaftskomitees vehement für die Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf Rumänien und Bulgarien im Januar 2009.
Keystone
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Gerold Bührer tritt als Präsident des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse zurück. Nachfolger soll Rudolf Wehrli werden, seines Zeichens Verwaltungsratspräsident des Basler Chemiekonzerns Clariant. Der Vorstandsausschuss schlägt den 63-Jährigen einstimmig zur Wahl vor.

Economiesuisse setze mit dem Vorschlag aus den eigenen Reihen ein Zeichen für Kontinuität, teilt der Wirtschaftsdachverband mit. Der in der Öffentlichkeit wenig bekannte Wehrli ist bei Economiesuisse bisher Mitglied des Vorstandes, des Vorstandsausschusses und Präsident der Aussenwirtschaftskommission.

Wahl am 30. August

Wehrli sei ein erfahrener Wirtschaftsmann und habe in international tätigen Schweizer Firmen auf operativer und strategischer Ebene gearbeitet, schreibt Economiesuisse. Als Verwaltungsrat der Berner Kantonalbank (BEKB) könne Wehrli zudem die wichtige Brückenfunktion des Dachverbandes zwischen Banken- und Werkplatz weiter ausbauen.

Wehrli selbst wollte keine Stellung zu seiner Nomination nehmen. Wird er vom Economiesuisse-Vorstand gewählt, soll er das Amt ab Oktober übernehmen. Die Wahl soll am 30. August im Rahmen des Tages der Wirtschaft stattfinden.

Stationen bei CS und Gurit-Heberlein

Mit Wehrli würde auf den Ökonom Bührer ein studierter Theologe, Philosoph und Germanist folgen. Seine berufliche Karriere startete Wehrli zunächst bei Beratungsunternehmen McKinsey, bevor er zu der Kreditanstalt – der heutigen Credit Suisse – wechselte.

Danach arbeitete er für die auf Vorhangsysteme spezialisierte Firma Silent Gliss. Später war er Geschäftsführer von Gurit- Heberlein und gestaltete die Aufspaltung des Kunststoffverarbeiters und -veredlers in zwei Unternehmen mit. 2008 wurde Wehrli Vize-Präsident des Verwaltungsrates von Clariant, seit diesem Frühling amtet er dort als Präsident.

Wehrli leitete zudem während mehreren Jahren den Wirtschaftsverband der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Der Vater von vier erwachsenen Kindern ist in der Schweizer Wirtschaft hervorragend vernetzt. Er sitzt gegenwärtig in nicht weniger als sechs Verwaltungsräten, neben jenen von Clariant und der BEKB auch beim Gebäck- und Biskuithersteller Kambly und beim Verpackungsbeutel- Hersteller Wipf. Wehrli ist zudem Stiftungsratsmitglied des liberalen Think-Tank Avenir Suisse.

Grosse Fussstapfen

Nun soll Wehrli in grosse Fussstapfen treten: Unter der Führung Bührers habe der Wirtschaftsdachverband wichtige Reformen durchgeführt und sich von Grund aus neu ausgerichtet, schrieb Economiesuisse. Der Verband habe die Themenführerschaft in den relevanten wirtschafts- und finanzpolitischen Themen erringen können.

Gut sei auch die Kampagnenbilanz von Bührer: Von elf Abstimmungskampagnen seien unter seiner Ägide zehn im Sinne des Wirtschaftsdachverbandes ausgegangen. Der Vorstandsausschuss bedauere seinen Rücktritt. Bührer will sich laut Economiesuisse künftig wieder stärker seinen Aufgaben in der Wirtschaft widmen.

SDA/bru

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