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Blocher-Intimus bricht das Atommüll-Tabu

Der kleine Kanton Nidwalden boxte im Nationalrat einen Vorstoss durch, der die Suche nach einem Atommüllendlager um Jahre zurückwerfen könnte. Hinter dem Husarenstück steht ein Ex-Mitarbeiter Blochers.

Die Schweiz sucht seit Jahren nach Antworten, wie und wo der Atommüll versorgt werden soll: Greenpeace-Demonstration in Einsiedeln. (23. April 2003)
Die Schweiz sucht seit Jahren nach Antworten, wie und wo der Atommüll versorgt werden soll: Greenpeace-Demonstration in Einsiedeln. (23. April 2003)
Keystone
In Nidwalden wehrt man sich seit 25 Jahren dagegen, dass der Wellenberg zum Standort für ein Tiefenlager wird – wie etwas hier an einer Demonstration im Jahr 2010.
In Nidwalden wehrt man sich seit 25 Jahren dagegen, dass der Wellenberg zum Standort für ein Tiefenlager wird – wie etwas hier an einer Demonstration im Jahr 2010.
Sigi Tischler, Keystone
Christian Wasserfallen (FDP, BE) und Adrian Amstutz (SVP, BE) waren Kellers ärgste Widersacher.
Christian Wasserfallen (FDP, BE) und Adrian Amstutz (SVP, BE) waren Kellers ärgste Widersacher.
Keystone
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25 Jahre lang kämpften die Nidwaldner dagegen, dass der Wellenberg als Standort für ein Atommüllendlager gehandelt wird. 25 Jahre schien der Kampf aussichtslos – bis gestern Montag. Mit 111 zu 68 Stimmen entschied der Nationalrat, dass einem Standortkanton kein Tiefenlager für radioaktive Abfälle aufgezwungen werden darf. Ein definitiver Entscheid steht allerdings noch aus, die Vorlage geht nun zurück an den Ständerat.

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