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«Blocher ist unpatriotisch»

Mit einer Aussage über mangelnden Patriotismus brüskiert Blocher die Romands. Der Chefredaktor der «Tribune de Genève» erklärt, warum in der Westschweiz nach dem Abstimmungssonntag Empörung herrscht.

«Blochers Misstrauen gegenüber den Romands ist so gross wie seine Unkenntnis davon, was die Schweiz heute ausmacht»: Der Genfer Regierungsrat Pierre Maudet (FDP). Quelle dieser und aller folgenden Aussagen: «Le Temps».
«Blochers Misstrauen gegenüber den Romands ist so gross wie seine Unkenntnis davon, was die Schweiz heute ausmacht»: Der Genfer Regierungsrat Pierre Maudet (FDP). Quelle dieser und aller folgenden Aussagen: «Le Temps».
Keystone
«Dieser Satz ist eigentlich logisch: Nach dem Misstrauen gegenüber den Ausländern folgt natürlich das Misstrauen gegenüber den Romands. Das zeigt, dass Blocher das Gegenteil eines Patrioten ist – und dass das ideologische Gift an den Grundfesten der Schweiz zehrt»: Der Waadtländer Regierungsratspräsident Pierre-Yves Maillard (SP).
«Dieser Satz ist eigentlich logisch: Nach dem Misstrauen gegenüber den Ausländern folgt natürlich das Misstrauen gegenüber den Romands. Das zeigt, dass Blocher das Gegenteil eines Patrioten ist – und dass das ideologische Gift an den Grundfesten der Schweiz zehrt»: Der Waadtländer Regierungsratspräsident Pierre-Yves Maillard (SP).
Keystone
«Es gibt nicht weniger Patriotismus in der Romandie als in der Deutschschweiz. Die Liebe zum Land drückt sich nur anders aus»: Der Neuenburger Regierungsrat Yvan Perrin (SVP).
«Es gibt nicht weniger Patriotismus in der Romandie als in der Deutschschweiz. Die Liebe zum Land drückt sich nur anders aus»: Der Neuenburger Regierungsrat Yvan Perrin (SVP).
Keystone
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«Ein inakzeptabler Affront», «Eine Entgleisung zu viel!», «Eine schockierende Aussage!», «Ein widerliches Vorgehen»: Die Reaktionen auf die gestrigen Aussagen von SVP-Stratege Christoph Blocher fallen in der Romandie heftig aus. Der Alt-Bundesrat hatte gegenüber Redaktion Tamedia die Ablehnung der Einwanderungsinitiative im Welschland mit folgendem Satz kommentiert: «Die Welschen hatten immer ein schwächeres Bewusstsein für die Schweiz.» Es habe hierzulande schon immer Bürger gegeben, die sich anpassen wollten, und andere, die für die Unabhängigkeit gekämpft hätten. Dabei handelte es sich nicht um einen einmaligen verbalen Ausrutscher: In einem Interview, das morgen im «Tages-Anzeiger» erscheinen wird, bekräftigt der Zürcher die umstrittene Aussage.

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