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BKW: «Vorzeitige Abschaltung bleibt eine Option»

Die BKW will das AKW Mühleberg zwar bis 2022 weiterbetreiben. Dennoch ist auch die baldige Abschaltung für den Berner Energiekonzern eine Möglichkeit, sagt ihr Präsident Urs Gasche.

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Mühleberg wenn möglich bis 2022 betreiben: Urs Gasche, VR-Präsident der BKW, nach dem Entzug der Betriebsbewilligung durch das Bundesverwaltungsgericht. (8. März 2012)
Mühleberg wenn möglich bis 2022 betreiben: Urs Gasche, VR-Präsident der BKW, nach dem Entzug der Betriebsbewilligung durch das Bundesverwaltungsgericht. (8. März 2012)
Keystone

Für den Fall, dass es sich aus Gründen der Sicherheit oder Wirtschaftlichkeit nicht mehr lohnt, die geforderten Nachrüstungen für Mühleberg vorzunehmen, kann sich die BKW auch eine baldige Abschaltung vorstellen. Diese Haltung bekräftigte BKW-Verwaltungsratspräsident Urs Gasche heute im «Tagesgespräch» von Schweizer Radio DRS.

Ähnlich hatte sich Gasche bereits Mitte März geäussert, nachdem das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss gekommen war, dass die BKW ihr Atomkraftwerk nur weiterbetreiben könne, wenn sie ein Instandhaltungskonzept vorlege. Andernfalls müsse das Werk im Sommer 2013 vom Netz. Die BKW zog den Fall kürzlich ans Bundesgericht weiter.

Klarheit bis Ende Herbst

Die Berechnungen, ob sich die geforderten Nachrüstungen lohnten, müsse der Konzern noch anstellen, sagte Gasche heute im Radiointerview. Bis im Spätherbst sollten die Fakten auf dem Tisch sein.

Er schliesse nicht aus, dass der Verwaltungsrat dann zum Schluss komme, dass sich die Investitionen nicht lohnten und das Werk deshalb abgeschaltet werde. «Wir können noch nicht abschätzen, was das alles kostet», führte der BKW-Verwaltungsratspräsident aus.

BKW hofft auf 2022

Die BKW hatte heute vor der Bilanzmedienkonferenz Eckpunkte ihrer neuen Strategie «BKW 2030» vorgestellt. Demnach will sie das AKW Mühleberg spätestens 2022 abschalten. Danach werde voll auf erneuerbare Energie gesetzt.

Ausserdem wolle man einen neuen operativen Chef einsetzen. Der Verwaltungsrat will deshalb an der Generalversammlung des Unternehmens den Aktionären beantragen, den jetzigen Chef Kurt Rohrbach in den Verwaltungsrat zu wählen. Dort soll Rohrbach hauptamtlicher zweiter Vizepräsident der BKW werden.

(SDA)

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