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Birmenstorfer Mord: Zwei Täter gefasst

Das Verbrechen um einen getöteten 65-jährigen Schweizer Mitte Juli in Birmenstorf AG ist weitgehend geklärt. Die Täter sind in Strassburg festgenommen worden.

Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen 28-jährigen Türken und einen 23-jährigen Schweizer türkischer Abstammung, wie Urs Winzenried, Chef der Aargauer Kriminalpolizei, sagte. Beide seien bereits wegen verschiedener Delikte polizeilich registriert gewesen.

Den mutmasslichen Tätern wurde eine Personenkontrolle in Strassburg zum Verhängnis. Aufgrund der internationalen Ausschreibung wurden sie von der französischen Polizei erkannt und festgenommen. Sie warten nun auf ihre Auslieferung an die Schweiz.

Opfer misshandelt

Die beiden Männer werden dringend verdächtigt, am 15. Juli einen 65-jährigen Mann in dessen Haus in Birmenstorf getötet zu haben. Das Opfer war 24 Stunden nach der Tat von Bewohnern im Schlafzimmer aufgefunden worden. Es war an einen Stuhl gefesselt, über dessen Kopf hatten die Täter einen Plastiksack gestülpt.

Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass der pensionierte Gärtner und Heiler erstickt war. Zudem wies er schwere Kopfverletzungen auf. Die Täter hatten den Mann mit stumpfen Gegenständen misshandelt.

Tatmotiv unklar

Eine Befragung der mutmasslichen Täter durch die Aargauer Kriminalpolizei sei bis jetzt nicht möglich gewesen, sagte Winzenried. Aufgrund der kriminaltechnischen Spurensicherung und der Sachbeweise sei es jedoch «praktisch sicher», dass es sich bei den Inhaftierten um die Täter handle.

Unklar ist nach wie vor das Tatmotiv. Obwohl das Opfer in der homosexuellen Szene verkehrt habe, sei ein Beziehungsdelikt von Anfang an ausgeschlossen worden, stellte der Kripo-Chef fest. Nach der Tötung hätten die Täter mit den Kreditkarten des Opfers Geld bezogen.

Die Täter hatten zudem das Auto des Getöteten mitgenommen. Es wurde zwei Tage nach der Tat in Fislisbach AG aufgefunden. Erste Hinweise auf die mögliche Täterschaft hatten sich laut dem Kripo- Chef 10 Tage nach der Tat aufgrund von Befragungen im Umfeld des Opfer ergeben.

Mehrere Personen wegen Begünstigung festgenommen

Die beiden Tatverdächtigen seien jedoch nach dem Tötungsdelikt mit Hilfe von Drittpersonen untergetaucht. Wegen Begünstigung seien inzwischen mehrere Personen verhaftet und in Untersuchungshaft genommen worden. Abgeklärt werde zudem, ob weitere Personen am Tötungsdelikt beteiligt gewesen seien.

Untersuchungsrichter Beat Richner hofft, dass die beiden Verdächtigen rasch an die Schweiz ausgeliefert werden. Da es sich nicht um französische Staatsangehörige handle, sei ein schnelles Verfahren möglich. Ein Auslieferungsbegehren sei über das Bundesamt für Justiz gestellt worden.

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