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Besser über das Virus informieren – und schnell

Das Bundesamt für Gesundheit hat in der Corona-Krise bisher zu gemächlich kommuniziert. Das muss sich ändern.

Alexandra Bröhm
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausgerufen. Das Bundesamt für Gesundheit muss nun besser informieren. Foto: Keystone
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» ausgerufen. Das Bundesamt für Gesundheit muss nun besser informieren. Foto: Keystone

Während sich das Coronavirus rasant verbreitete, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) unter Direktor Pascal Strupler betont gemächlich reagiert. Dabei wurden die Bedrohungsszenarien schon letzte Woche global diskutiert, die Weltgesundheitsorganisation setzte ein Notfallkomitee ein, die Chinesen riegelten Städte ab. Doch die Schweizer Behörden warteten bis letzten Dienstagnachmittag, um die Öffentlichkeit mit einer Pressekonferenz zu orientieren. Das trug dem BAG Kritik von Fachleuten ein.

Nun ist es ja oft sinnvoll, eine Krisensituation erst mal in Ruhe zu analysieren. Mit einer nicht durchdachten Strategie auf sich viral verbreitende Ängste zu reagieren, könnte schlimmstenfalls noch zu einer Panik beitragen, statt sie einzudämmen. Wenn sich mögliche Schreckensszenarien blitzschnell auf Social Media rund um den Globus verbreiten, muss man sich zunächst einen Überblick verschaffen. Ein guteidgenössisches «Nume nid gsprängt» kann da die angemessene Reaktion sein.

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Hinter vorgehaltener Hand meldeten Wissenschaftler darum die Sorge an, ob das BAG wirklich gerüstet sei, um die Schweizer Bevölkerung während einer Epidemie gut zu informieren. Auch eine versprochene Hotline, um besorgte Kranke oder Reisende zu beraten, liess zu lange auf sich warten. Erst am Donnerstagnachmittag war es so weit, als Spitäler und Arztpraxen längst unter dem Ansturm verun-sicherter Menschen ächzten.

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