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BDP-Spitzenkandidat stolpert über Affäre

Medienberichte und Justizverfahren: Jürg Gehrig, Ständeratskandidat und Spitzenkandidat auf der Nationalratsliste der BDP des Kantons St. Gallen, wirft das Handtuch. Seine Partei ist erleichtert.

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Jürg Gehrig zieht seine Kandidaturen zurück. «Zum Schutz meiner eigenen und der familiären Interessen sowie der Berücksichtigung der Interessen meiner Unternehmen und deren Mitarbeitenden trete ich per sofort von allen politischen Ämtern zurück und verzichte auf die Kandidatur für den National- und Ständerat.» Das teilte Jürg Gehrig am Donnerstagnachmittag mit.

Die ihm in den jüngsten Medienberichten gestützt auf eine mehrteilige «Weltwoche»-Kampagne unterstellten Verfehlungen weise er in aller Form zurück, heisst es in Gehrigs Communiqué weiter. Es handle sich hierbei um einen Rachefeldzug sondergleichen. Gegen einzelne Informanten und Medien seien rechtliche Schritte eingeleitet worden, teilte Gehrig mit. Die Anzeige gegen ihn sei bezeichnenderweise erst nach Bekanntgabe seiner Kandidatur erfolgt.

Gegen die Anzeigeerstatterin sei im Gegenzug Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung erhoben worden, heisst es im Communiqué.

Vorverfahren läuft

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hatte am Mittwochabend mitgeteilt, dass gegen Jürg Gehrig wegen des Verdachts strafbarer Handlungen gegen die sexuelle Integrität eine Untersuchung und damit ein Vorverfahren laufe. Gehrig ist 58-jährig und Inhaber eines Unternehmens. Er war von der SVP zur BDP übergelaufen.

Die BDP St. Gallen forderte Gehrig in Absprache mit der BDP Schweiz am Donnerstag schriftlich auf, per sofort auf seine Kandidatur zu verzichten. Roland Breitler, Präsident der BDP St. Gallen, sagte gegenüber der sda, er begrüsse Gehrigs schnellen und unbürokratischen Entschluss, auf eine Kandidatur zu verzichten.

Der Schaden, den der Fall «Gehrig» für die BDP bedeute, bezeichnete Roland Breitler als gross. Doch auf der BDP-Liste befänden sich noch Namen von zehn anderen motivierten, valablen Kandidierenden.

(SDA)

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