Bastien Girod erteilt den Zürcher Grünen eine Absage

Der Nationalrat tritt nicht zu den Zürcher Regierungsratswahlen an. Damit verlieren die Grünen ihren aussichtsreichsten Kandidaten.

Will sich auf seine Aufgaben als Nationalrat konzentrieren: Bastien Girod während der Wintersession 2017.

Will sich auf seine Aufgaben als Nationalrat konzentrieren: Bastien Girod während der Wintersession 2017.

(Bild: Keystone Anthony Anex)

Er war der Hoffnungsträger der Grünen im Kanton Zürich: Bastien Girod. Er sollte den 2015 verlorenen Sitz im Regierungsrat zurückerobern. Weil Baudirektor Markus Kägi (SVP) und Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) nächstes Jahr nicht mehr antreten, werden zwei Sitze frei. Doch jetzt erteilt der Zürcher Nationalrat diesen Plänen auf Twitter eine Absage.

Girod schreibt, er würde «sehr gerne für die Grünen in den Wahlkampf steigen», aus zwei Gründen aber darauf verzichten.

Erstens habe er im April als Senior Business Developer bei South Pole angefangen. Das Unternehmen bietet nachhaltige Finanzierungsmodelle für Unternehmen an. Zudem sei er im Mai zum Präsidenten des Verbands der Abfallverwertungswirtschaft gewählt worden. «Diese zwei neuen beruflichen Chancen möchte ich packen, bevor ich eine nächste Herausforderung angehe», schreibt er. Zweitens wolle er sich im Nationalrat für Umweltthemen einsetzen, die «wieder enorm an Bedeutung gewonnen» hätten.

«Deshalb bin ich nach reiflicher Überlegung zum Schluss gekommen, dass ich mich (noch) nicht zur Verfügung stelle», schreibt Girod. In den nächsten vier Jahren könne er als Nationalrat mehr bewirken als im Regierungsrat.

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