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Bald gehen der Schweiz die Förster aus

Bis in 15 Jahren werden gemäss einer Umfrage über 50 Prozent aller Schweizer Förster pensioniert. Die Forstbranche steht deshalb vor grossen Herausforderungen.

«Ein eingefleischter Handwerker will sein Werkzeug nicht gegen einen Computer und eine Spraydose tauschen», sagt Simon Rieben, Förster aus Burgdorf.
«Ein eingefleischter Handwerker will sein Werkzeug nicht gegen einen Computer und eine Spraydose tauschen», sagt Simon Rieben, Förster aus Burgdorf.
Daniel Fuchs
Die bevorstehende Pensionierungswelle ist nicht der einzige Grund, warum in der Schweiz bald Förster fehlen werden.
Die bevorstehende Pensionierungswelle ist nicht der einzige Grund, warum in der Schweiz bald Förster fehlen werden.
Keystone
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Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen auf über 30 Grad klettern, verlässt Simon Rieben sein Büro der Burgergemeinde Burgdorf, fährt in den Wald und zeichnet mit einer Spraydose Bäume an, die nächstens gefällt werden sollen. Regnet es in Strömen, erledigt er Administratives.

Manchmal aber stimmt die Vorstellung vom Traumberuf Förster mit der Realität nicht überein. Denn auch er kann seine Arbeit nicht immer mit dem Wetter abstimmen. «Trotzdem möchte ich nichts anderes machen», sagt Rieben. Seit 10 Jahren ist er Förster. Er gehört damit zu einer Berufsgruppe, der bis in 15 Jahren ein happiger Mangel droht. Denn bis 2030 werden über 53 Prozent der heute in der Schweiz aktiven Förster pensioniert. Das zeigt eine Umfrage von Codoc, einer Fachstelle des Bundes, die sich mit der forstlichen Bildung befasst (siehe Kasten).

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