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Alzheimer verursacht Kosten in Milliardenhöhe

Demenz kostet die Schweizer Volkswirtschaft jährlich 6,3 Milliarden Franken. Und es kommt noch schlimmer: Bis 2050 werden sich die Kosten verdreifachen.

Teure Betreuung: Patient in der Demenzabteilung im Pflegezentrum Erlenhof in Zürich.
Teure Betreuung: Patient in der Demenzabteilung im Pflegezentrum Erlenhof in Zürich.
Keystone

Alzheimer und andere Demenzformen verursachten in der Schweiz 2007 volkswirtschaftliche Kosten in der Höhe von 6,3 Milliarden Franken. Das zeigt eine Studie der Berner Forschungs- und Beratungsfirma Ecoplan, die der «SonntagsZeitung» und der «NZZ am Sonntag» vorliegt.

Zum ersten Mal haben Wissenschafter die Gesamtkosten von Alzheimer und anderen Demenzformen errechnet. Die Zahl der Demenzkranken dürfte von derzeit etwa 110 000 auf bis zu 311 000 im Jahr 2050 ansteigen. Das hätte auch Folge für die Kosten: Sie könnten bis in 40 Jahren auf 20 Milliarden Franken jährlich zunehmen. Gemäss «NZZ am Sonntag» verdoppelt sich die Zahl der Demenzkranken weltweit alle 20 bis 30 Jahre.

Eine tickende Zeitbombe

«Demenz ist eine tickende Zeitbombe», sagt Birgitta Martensson von der Schweizerischen Alzheimervereinigung in der «SonntagsZeitung». Martensson wirft Bund und Kantonen vor, das Problem sträflich zu vernachlässigen und fordert eine «nationale Demenzstrategie».

Auch im eidgenössischen Parlament wächst der Unmut über die Untätigkeit von Regierungen und Behörden. Der Freiburger SP-Nationalrat Jean-François Steiert und der Schwyzer CVP-Nationalrat Reto Wehrli haben deshalb zwei Motionen eingereicht. Sie verlangen ein Monitoring der durch Demenz verursachten Kosten sowie eine Demenz-Strategie das Bundes.

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