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Abschuss von Wölfen rechtlich gebilligt

Das Walliser Kantonsgericht hat Beschwerden abgewiesen, die sich gegen die Abschussbewilligungen von zweien der Raubtiere richteten.

Zudem hat sich das Gericht in einem Grundsatzurteil zum rechtlichen Schutz des Wolfes in der Schweiz geäussert. Es kam zum Schluss, dass das Wolfskonzept des Bundes mit übergeordnetem Recht vereinbar ist. Anfangs August 2009 hatte das Departement für Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis dem Abschuss zweier Wölfe zugestimmt. Die Tiere hatten mehrere Schafe im Val d'Illiez und im Val des Dix verletzt oder getötet.

Der WWF und Pro Natura legten bei der Walliser Regierung Beschwerde dagegen ein, ohne Erfolg. Darauf hin zogen die beiden Umweltorganisationen die Beschwerde weiter ans Kantonsgericht. Dieses lehnte die Beschwerden zwar ab, nahm aber den Schutzstatus des Wolfs unter die Lupe.

Ausnahme vor dem Schutz des Wolfes

In seinem am Freitag publizierten Grundsatzurteil hielt das Gericht fest, dass der Wolf durch die Berner Konvention und das eidgenössische Jagdgesetz streng geschützt sei und deswegen grundsätzlich nicht abgeschossen werden dürfe. Als Ausnahme gelte jedoch, wenn ein Wolf die öffentliche Sicherheit gefährde oder ernste Schäden an ausreichend geschützten Viehbeständen anrichte.

Laut dem Kantonsgericht ist das Wolfskonzept mit dem übergeordneten Recht vereinbar. Die Behörden hätten jedoch durch dessen rechtskonforme Anwendung dafür zu sorgen, dass der strenge Schutzstatus des Wolfes respektiert werde, heisst es weiter.

Die Abschussbewilligung für den Wolf des Val d'Illiez respektiert laut dem Gericht die Schutzbestimmungen. Die Beschwerde von WWF und Pro Natura gegen die Abschussbewilligung für den Wolf vom Val des Dix lehnten die Richter in erster Linie deshalb ab, weil die Beschwerdepunkte nicht ausreichten. Damit folgte das Kantonsgericht mit seinem Urteil dem Entscheid der Walliser Regierung.

Die beiden Umweltorganisationen können das Urteil an das Bundesgericht weiterziehen.

SDA/raa

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