Wer wird neuer NZZ-Chefredaktor?

An der Falkenstrasse sind mehrere Personen im Gespräch als Nachfolge des abgesetzten Chefredaktors Markus Spillmann. Was für und gegen die Kandidaten spricht. Eine Auslegeordnung.

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Christian Lüscher@luschair

163 Redaktoren der NZZ «protestieren in aller Schärfe» gegen allfällige Pläne, einen «Exponenten nationalkonservativer Gesinnung» als Nachfolger des abgesetzten Chefredaktoren zu ernennen. In einem offenen Brief an den Verwaltungsrat schreiben die Redaktoren, sie hätten mit «grösster Besorgnis» zur Kenntnis genommen, dass der VR Gespräche mit Markus Somm, Chefredaktor der Basler Zeitung und Verfasser der autorisierten Blocherbiografie, geführt habe.

Der Verwaltungsrat hat sich mit diesem Schritt offenbar das Vertrauen der Redaktion verspielt. Und steht gleichzeitig vor der anspruchsvollen Aufgabe, einen valablen Nachfolger für Spillmann zu finden. Einen Kandidaten, der nicht nur über das politische Profil, das publizistische Format, die Reputation und die Führungsqualitäten verfügt, sondern auch einen Leistungsausweis im konvergenten Journalismus mitbringt. Laut Headhuntern, die den Markt bestens kennen, gibt es ausserhalb der NZZ und innerhalb der Schweizer Grenzen schlicht keinen einzigen Journalisten mit dem nötigen Profil.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein interner Kandidat das Rennen machen wird. Auch dort sucht man bei den meisten vergebens nach ausgewiesenen Verdiensten im Digitalbereich, doch über das nötige publizistische Format verfügen gleich mehrere Journalisten an der Falkenstrasse. Bernerzeitung.ch/Newsnetz hat zusammengetragen, über welche Kandidaten mindestens gerüchtehalber gesprochen wird und stellt ihre Stärken und Schwächen vor.

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