Umfrage

Weiterhin Ungewissheit um die Rentenreform

UmfrageIn elf Tagen steht fest, ob die Mehrheit der Stimmbürger die Reform der Altersvorsorge annehmen will. Nach der letzten Umfrage des Tamedia-Verlags ist der Ausgang weiterhin offen.

Wird die Reform der Altersvorsorge vom Schweizer Stimmvolk angenommen? In elf Tagen wissen wir mehr.

Wird die Reform der Altersvorsorge vom Schweizer Stimmvolk angenommen? In elf Tagen wissen wir mehr. Bild: Fotolia

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Eineinhalb Wochen vor der ­Abstimmung über die Renten­reform bleibt es spannend. Bei der dritten und letzten Umfrage der Mediengruppe Tamedia zeigt sich kein klares Bild.

Nur wenn beide Vorlagen an der Urne durchkommen, wird die Altersvorsorge 2020 umgesetzt. Doch nur bei der Vorlage zur Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der AHV sagt die knappe Mehrheit mit 51 Prozent Ja. 46 Prozent wollen diese Vorlage ablehnen.

Die Rentenreform selber wollen 48 Prozent der Teilnehmer annehmen, während 49 Prozent Nein sagen. 3 Prozent haben sich noch nicht entschieden.Die Steuererhöhung wird also eher akzeptiert.

Dass die andere Vorlage schlechter abschneidet, liegt wohl daran, dass einzelne Teile der Reform stärker auf ­Opposition stossen. So stimmen mit 43 Prozent weniger Frauen für die Reform, was wohl auf die Erhöhung ihres Rentenalters ­zurückzuführen ist (Männer: 52 Prozent).

Ausserdem stimmen 55 Prozent der 50- bis 64-Jährigen der Reform zu. Diese Altersgruppe profitiert von der Besitzstandswahrung. Bei den 18- bis 34-Jährigen hingegen ist die Zustimmung mit 40 Prozent deutlich tiefer.

Bei der Aufschlüsselung nach Parteien zeigen sich keine Überraschungen. Die grösste Zustimmung findet sich mit 77 Prozent bei den SP-Anhängern. Die Ablehnung wiederum ist bei der SVP mit 80 Prozent am stärksten, gefolgt von der FDP (62 Prozent).

Die Resultate dieser dritten und letzten Tamedia-Umfrage weichen kaum von denen der zweiten ab. Wie es in den letzten verbleibenden Tagen bis zum ­Abstimmungssonntag weitergeht, sei nicht vorauszusagen, weil kein klarer Trend ersichtlich sei.

Es ist noch alles möglich, wie es scheint. 10 respektive 11 Prozent haben mit «eher Ja», «eher Nein» oder «habe mich noch nicht entschieden» geantwortet.

Insgesamt haben knapp 12 000 Personen am 7. und am 8. September online an der Umfrage teil­genommen. (cec)

Erstellt: 13.09.2017, 06:31 Uhr

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