Viola Amherd kandidiert für den Bundesrat

Die Walliser Nationalrätin steigt ins Rennen um den Sitz von Doris Leuthard. Sie gilt als Kronfavoritin der CVP.

Die Walliser CVP-Nationalrätin Viola Amherd will in den Bundesrat. (Video: SDA)

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Die frühere Briger Stadtpräsidentin war bereits nach der Bekanntgabe des Rücktritts von Doris Leuthard aus der Landesregierung als Favoritin für deren Nachfolge gehandelt worden.

Die CVP Oberwallis unterstütze die Kandidatur einstimmig und werde diese der CVP-Fraktion der Bundesversammlung offiziell einreichen, heisst es in einer Medienmitteilung der CVP Oberwallis vom Mittwochnachmittag. Amherd werde sich Anfang November an einer Medienkonferenz zu ihrer Kandidatur und ihren politischen Zielen äussern.

Sie habe sich den Entscheid reiflich überlegt, wird Amherd in der Mitteilung zitiert. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung und der Politik hätten sie zur Kandidatur bestärkt. Amherd betonte, sie habe grossen Respekt vor der Aufgabe, würde sich aber sehr freuen, «zu konstruktiven Lösungen für unser Land beizutragen».

Steiniger Weg

Die 56-jährige Amherd wollte ursprünglich ihre mögliche Kandidatur bereits vor rund zehn Tagen bekanntgeben, musste sich aber wegen Nierensteinen in Spitalpflege begeben. In die Schlagzeilen geriet sie zuvor auch wegen eines hängigen zivilrechtlichen Streits um Mieteinnahmen.

Die Juristin und Anwältin war von 2000 bis 2012 Präsidentin der Stadtgemeinde Brig-Glis. Seit 2005 sitzt sie für den Kanton Wallis im Nationalrat. Sie ist Mitglied in der Kommission für Verkehr- und Fernmeldewesen, Mitglied der Kommission für Rechtsfragen und Mitglied des Büros des Nationalrates. Seit 2011 ist sie zudem Vizepräsidentin der CVP-Bundeshausfraktion.

Amherd sitzt unter anderem in den Verwaltungsräten der Matterhorn-Gotthard-Bahn und der BLS. Sie ist auch Mitglied des Stiftungsrates von Swissaid, der Schweizerischen Stiftung für das Stockalperschloss und Vorstandspräsidentin des Vereins Landschaftspark Binntal.

Kinder- und Jugendschutz

Viola Amherd sei eine stille Schafferin, die es verstehe, Allianzen zu schmieden und gute Lösungen zu erarbeiten, stellt die Präsidentin der CVP Oberwallis, Franziska Binder, in der Mitteilung fest. Amherd sei dossierfest, verlässlich, bodenständig und scheue sich nicht, ihre Meinung konsequent zu vertreten. Als Nationalrätin habe sie sich vor allem für einen verbesserten Kindern- und Jugendschutz und für die Berg- und Randregionen eingesetzt.

Amherd wäre bei einer allfälligen Wahl erst die zwei Bundesrätin aus dem Oberwallis, nach Josef Escher (1950-54). Bisher hat der Kanton Wallis drei Bundesräte gestellt: Neben Escher waren dies Roger Bonvin (1962-1973/CVP) und Pascal Couchepin (1998-2009/FDP).

Kandidatenkarussell

Bislang sind von ihren Kantonalparteien bereits der Zuger Ständerat und Alt-Regierungsrat Peter Hegglin, die Baselbieter Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter und die Urner Regierungsrätin Heidi Z'graggen als Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundesratswahlen vom 5. Dezember portiert worden. (oli/SDA)

Erstellt: 24.10.2018, 14:37 Uhr

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