Strafverfahren gegen «Hassprediger von Biel» eröffnet

Ermittler haben die Predigt von Abu Ramadan übersetzt. Nun hat der Staatsanwalt eine Untersuchung eingeleitet – wegen Verdacht auf Rassendiskriminierung.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland hat ein Strafverfahren gegen den Prediger Abu Ramadan eröffnet. Er soll in der Bieler Ar'Rahman-Moschee Hasspredigten gehalten haben.

Die Untersuchung wurde am 20. März wegen des Verdachts auf Rassendiskriminierung eingeleitet. Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Berner Generalstaatsanwaltschaft, bestätigte am Sonntag gegenüber der SDA einen Bericht der «NZZ am Sonntag».

Flüchtlings-Status verloren

Der Verfahrenseröffnung war eine Vorermittlung gegen Abu Ramadan vorausgegangen. In deren Rahmen wurde die Predigt des Vorbeters übersetzt, wie Scheurer gegenüber der Zeitung ausführte. Jetzt müsse die Verfahrensleitung abklären, wie die fraglichen Äusserungen im Kontext des Islams zu interpretieren und zu verstehen seien.

Der Fall Abu Ramadan hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Dies nachdem der «Tages-Anzeiger» und der «Bund» Berichte veröffentlicht hatten, nach welchen der Mann Hasspredigten gehalten haben soll.

Der Libyer, der während Jahren von der Sozialhilfe gelebt hatte, hat seinen Flüchtlings- und seinen Asylstatus verloren. Er lebt heute dank einer C-Bewilligung in der Schweiz. (oli/sda)

Erstellt: 15.04.2018, 14:43 Uhr

Artikel zum Thema

Bieler Hassprediger Abu Ramadan verliert Asylstatus

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde des 64-Jährigen abgewiesen. Wie es nun weitergeht. Mehr...

Blog

Paid Post

So wird mehr aus Ihrem Spargeld

Es sind karge Zeiten für Sparer: Die Sparkonten werfen so gut wie keinen Zins mehr ab. Doch es gibt eine attraktive Alternative.

Blogs

Foodblog Ferien auf dem Satelliten

Outdoor Dieses Abenteuer macht eine Gruppe zum Team

Abo

Die ganze Region. Im Digital-Light Abo.

Die BZ Berner Zeitung digital im Web oder auf dem Smartphone nutzen. Für nur CHF 17.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Das grösste Tier der Erde: Ein Besucher des Royal National Parks, südlich von Sydney, Australien, betrachtet einen toten Wal, der an die Wattamolla Beach angespült wurde. (24. September 2018).
(Bild: Dean Lewins) Mehr...