So ging die einzige heisse Spur zu den mordenden Neonazis verloren

Deutsch-schweizerische Verständigungsprobleme behinderten die Ermittlungen in der NSU-Mordserie. 2004 verfolgten die Ermittler offenbar die richtige Spur, suchten aber nach den falschen Tätern.

Die Pistole der tschechischen Marke Ceska, Typ 83, Kaliber 7,65 Millimeter, mit der neun Menschen erschossen wurden. Foto: Winfried Rothermel (DDP Images)

Wären fünf von zehn Opfern des selbst ernannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) noch am Leben, wenn die Zusammenarbeit zwischen Polizisten von nördlich und südlich des Rheins besser geklappt hätte? Hätte die Mordserie Rechtsextremer an Migranten in Deutschland gestoppt werden können, wenn das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) erfolgreicher kooperiert hätten? Hätten die untergetauchten Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bereits 2004 verhaftet werden können? Diese Frage muss sich stellen, wer Ermittlungsakten zum Fall sichtet, die eigentlich «nur für den Dienstgebrauch» vorgesehen sind.

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