Schwaller tritt als CVP-Fraktionschef ab

Die CVP muss den Posten des Fraktionspräsidenten bald neu besetzen. Urs Schwaller gibt das Amt im Dezember oder im Januar 2014 ab. Damit erfolge der Wechsel im Präsidium rechtzeitig vor den Wahlen, sagt er.

Mögliche Nachfolger nannte er nicht: Urs Schwaller.

Mögliche Nachfolger nannte er nicht: Urs Schwaller.

(Bild: Keystone)

Der Freiburger Ständerat Urs Schwaller tritt im Dezember oder im Januar 2014 als CVP-Fraktionspräsident zurück. Mitte der Legislatur sei der ideale Zeitpunkt für einen Wechsel gekommen, sagte Schwaller auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung».

Er habe seinen Rücktritt schon zum Legislaturanfang angekündigt, sagte Schwaller zur Nachrichtenagentur SDA. Der Wechsel im Fraktionspräsidium erfolge so rechtzeitig vor den Wahlen 2015. Den genauen Zeitpunkt des Rücktritts müsse er noch mit der Fraktion besprechen.

Zudem spielten auch Zeitgründe eine Rolle, sagte der seit 2005 als Fraktionspräsident amtierende Schwaller. Die Zeitbelastung durch die Leitung der CVP-Parlamentarierinnen und -Parlamentarier sei doch gross. Er wolle wieder mehr Zeit für seine Arbeit als Anwalt und für sein Europaparlamentsmandat, das er seit zwei Jahren hält.

Seit 2003 in der kleinen Kammer

Über mögliche Nachfolger liess sich Schwaller nicht aus. Er hoffe auf möglichst viele Interessierte. Die Wahl des neuen Fraktionspräsidiums könnte an der Fraktionsretraite vom kommenden Januar erfolgen. Bis dahin sei genug Zeit, Kandidatinnen und Kandidaten zu finden.

Schwaller sitzt seit 2003 im Ständerat. Zuvor amtierte er in seinem Kanton als Finanzdirektor. 2009 trat er als Bundesratskandidat gegen die FDP an und wollte damit den bei der Abwahl von Ruth Metzler verlorenen zweiten CVP-Sitz zurückerobern. Er unterlag Didier Burkhalter, der damit für die FDP die Nachfolge von Pascal Couchepin antreten konnte.

Die CVP büsste bei den letzten nationalen Wahlen 2011 Stimmen ein und kam noch auf einen Wähleranteil von 12,3 Prozent. Auch bei kantonalen Wahlen musste die Partei seither Federn lassen. Für 2015 setzte sich die Partei wieder 15 Prozent Wähleranteil als Ziel.

wid/sda

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