«Opfer kommen immer zu kurz»

Ein ehemaliger Oberstaatsanwalt erklärt, weshalb die Rechtssprechung nicht immer mit dem Gerechtigkeitssinn übereinstimmt.

Andreas Brunner: «Überprüfungen sind heute hoch professionell.» Foto: Sabina Bobst

Das Verbrechen von Rupperswil war aussergewöhnlich in der Schweizer Kriminalgeschichte. Kann man das auch über den Prozess von dieser Woche sagen?
Das Verfahren wurde nach meiner Einschätzung sachlich und gut abgewickelt: Es war richtig, die Anklageschrift erst kurz vor dem Prozess zu verschicken. Es war richtig, das Videomaterial vom Kindsmissbrauch nicht öffentlich zu zeigen. Die Medienberichterstattung hingegen hat ein Ausmass erreicht, wie man es zuvor nicht kannte.

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