NZZ bekommt bald neuen Chef

Das Rennen um den ­Chefredaktorposten beim Wirtschaftsblatt soll entschieden sein.

Die Spatzen – pardon, Tauben – pfeifen es bereits von den Dächern: Der neue NZZ-Chef könnte Auslandchef Eric Gujer sein. Foto: Sabina Bobst

Die Spatzen – pardon, Tauben – pfeifen es bereits von den Dächern: Der neue NZZ-Chef könnte Auslandchef Eric Gujer sein. Foto: Sabina Bobst

Offenbar steht die «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) kurz davor, den Namen des neuen Chefredaktors bekannt zu geben. Mehrere Quellen berichten, dass das Rennen um den Chefposten gelaufen sei. Die Anzeichen verdichten sich, dass Auslandschef Eric Gujer (Kürzel eg.) den abgesetzten Markus Spillmann beerben wird. NZZ-Sprecherin Myriam Käser sagte gegenüber dem Bernerzeitung.ch/Newsnetz: «Weder be­stätigen noch dementieren wir einzelne Namen im laufenden Prozess.»

Die Wahl von Gujer wäre nachvollziehbar. Er gilt als kluger Schreiber, seine Leistungen im Auslandsressort verschaffen ihm Anerkennung auf der ganzen Redaktion und tragen zum inter­nationalen Profil der NZZ bei. Gujer ist seit 2013 Auslandschef, zuvor war er langjähriger Deutschlandkorrespondent. Er gilt als klar bürgerlich.

Digitalchefin kommt vom «Stern»

Der Leistungsausweis für digitale Medien hingegen ist noch dünn. Obwohl Eric Gujer als Auslandschef die bisherige Digitalstrategie mittrug, hat er im Netz keine grossen Spuren hinterlassen. Im Onlinebereich warten auf den künftigen Chef­redaktor aber gleich mehrere Projekte. Im Zusammenhang mit Gujers baldiger Ernennung taucht auch der Name einer Frau auf. So soll Anita Zielina Leiterin neue Publizistik (Digitalchefin) werden. Die 35-Jährige war zuletzt stellvertretende Chefredaktorin und Onlinechefin der deutschen Zeitschrift «Stern».

Im Dezember 2014 sorgte die NZZ für Schlagzeilen, weil der Verwaltungsrat den Chefredaktor der Basler Zeitung, Markus Somm, einsetzten wollte. Auf der Redaktion und beim Publikum formierte sich darauf Widerstand. Verwaltungsratspräsident Etienne Jornod musste seine Asienreise abbrechen und sich beim NZZ-Kader für den schlecht abgestützten Personalentscheid entschuldigen.

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