Das Wunschschloss in Thun

Der Berner Unternehmer Jobst Wagner suchte Ideen für die Zukunft der Schweiz. Die beste Idee kam von Susanna Fassbind aus Zug, die sich Zeitgutschriften für die Seniorenpflege wünscht.

Der prämierte Wunsch: Susanna Fassbind wurde für ihre Idee im Bereich Seniorenpflege ausgezeichnet. Rechts Initiant Jobst Wagner, links Hans-Ulrich Müller, Präsident des Swiss Venture Clubs.

Der prämierte Wunsch: Susanna Fassbind wurde für ihre Idee im Bereich Seniorenpflege ausgezeichnet. Rechts Initiant Jobst Wagner, links Hans-Ulrich Müller, Präsident des Swiss Venture Clubs.

(Bild: Markus Grunder)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Ideen für die Zukunft der Schweiz gesucht. Diesen Aufruf richtete der Unternehmer Jobst Wagner in diesem Frühling an die Schweizerinnen und Schweizer. Wunschschloss nennt Wagner das Projekt.

Der 56-jährige Wagner ist Mitinhaber und Präsident der Rehau-Gruppe mit Sitz in Muri, die weltweit 17'000 Mitarbeiter beschäftigt. Lanciert hat er seinen Aufruf über die von ihm vor zwei Jahren gegründete Stiftung Strategiedialog21. «Wir wollen den Dialog zwischen der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft stärken, um Lösungen für die Zukunft der Schweiz zu entwickeln», sagte er. Für die Durchführung des Anlasses spannte er mit dem Unternehmernetzwerk Swiss Venture Club zusammen.

Gutschrift für Seniorenpflege

Die beste Idee stammt von Susanna Fassbind. Das haben 170 geladene Gäste aus Wirtschaft und Politik entschieden. Der 72-jährige Siegerin wünscht sich, dass alle Menschen, welche Senioren unterstützen, die dafür aufgewendete Zeit gutgeschrieben erhalten. Die Preisträgerin erhält kein Preisgeld, dafür aber die Gelegenheit, ihre Idee den Generalsekretären der Bundesratsparteien vorzustellen. «Ich hoffe, dass die Generalsekretäre so aktiv sind wie ich», witzelte die Siegerin.

Die 9 anderen Nominierten, die ihre Ideen gestern ebenfalls im Schloss Thun dem Publikum vorstellen konnten, präsentierten mit ihren Ideen Lösungsansätze zu Fragen, mit denen sich die Schweiz konfrontiert sieht (siehe Kasten). Teils waren sie utopisch, teils sehr handfest. Ihre Ideen waren von einer Jury unter 70 eingegangenen Vorschlägen ausgewählt worden.

Neuigkeiten nach den Ferien

Kein Thema am gestrigen Abend war eine andere Initiative von Jobst Wagner, die im April für Schlagzeilen sorgte. Dieser hat damals bekannt gegeben, dass er bereit ist, sich für den Erhalt der bilateralen Verträge mit der EU zu engagieren – auch finanziell. Neuigkeiten zu diesem Thema soll es nach den Sommerferien geben.

Berner Zeitung

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