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225 Quadratkilometer der Schweiz sind belastet

38'000 Standorte sind schweizweit mit Abfällen belastet, sie entsprechen in ihrer Gesamtheit dem Kanton Zug. Zwei Drittel liegen im Mittelland.

Viele belastete Standorte im Mittelland: Sondermülldeponie in Kölliken. (Archivbild)
Viele belastete Standorte im Mittelland: Sondermülldeponie in Kölliken. (Archivbild)
Keystone

Schweizweit gibt es rund 38'000 mit Abfällen belastete Standorte. Darunter fallen rund 15'000 Deponien und 3800 Schiessanlagen. Die andere Hälfte sind belastete Betriebsstandorte. Dies geht aus einer Zusammenstellung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) hervor.

Bislang schätzte der Bund die Anzahl belasteter Standorte auf 50'000, wie das Bafu am Donnerstag mitteilte. Erst die Auswertung von Daten der Kantone und der Bundesstellen führte zur Erkenntnis, dass es nicht ganz so viele belastete Standorte gibt. Dennoch beläuft sich deren Gesamtfläche auf 225 Quadratkilometer – das entspricht ungefähr der Fläche des Kantons Zug.

Zwei Drittel der belasteten Standorte liegen im Mittelland. Das Bafu erklärt dies mit der intensiven Besiedlung und wirtschaftlichen Tätigkeit. «Gleichzeitig liegen hier aber auch die grossen Wasservorkommen der Schweiz, was einen hohen Druck auf das Schutzgut Grundwasser ergibt», warnt das Bafu.

Weniger belastete Standorte als erwartet

Bei insgesamt 10'000 Standorten werden die Umweltauswirkungen entweder derzeit oder in den nächsten Jahren untersucht. Das Bafu erwartet, dass nach Abschluss der Untersuchungen rund 4000 Standorte sanierungsbedürftig sind. Um diese anstehenden und zum Teil sehr kostenintensiven Projekte meistern zu können, brauche es grosse Anstrengungen. 700 Standorte seien bereits saniert worden.

Für über zwei Drittel aller belasteten Standorte seien gemäss der Beurteilung der Vollzugsbehörden auf kantonaler und nationaler Ebene «keine weiteren Vorkehrungen notwendig», schreibt das Bafu. Gut die Hälfte aller Standorte müsste nicht untersucht werden, weil keine Umweltbeeinträchtigung erwartet werde. Bei weiteren 10 Prozent hätten die Untersuchungen ergeben, dass weder ein Überwachungs- noch ein Sanierungsbedarf bestehe.

Gemäss Bafu zeigen die Auswertungen «ein erfreuliches Bild». Zum einen existierten in der Schweiz insgesamt weniger belastete Standorte als erwartet. Zum anderen sei die Altlastenbearbeitung – auch im Vergleich zum nahen Ausland – bereits fortgeschritten.

SDA/kle

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