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Neue Klage gegen Schmidheiny

Die Verteidigung des Ex-Industriellen beklagt eine «Hexenjagd» im Piemont.

Ein Mann verlangt nach Gerechtigkeit im Eternit-Verfahren. Schmidheinys Verurteilung war im November 2014 vom Kassationsgericht wegen Verjährung annulliert worden.
Ein Mann verlangt nach Gerechtigkeit im Eternit-Verfahren. Schmidheinys Verurteilung war im November 2014 vom Kassationsgericht wegen Verjährung annulliert worden.
Keystone

Der Entscheid des italienischen Kassationsgerichts, die Verurteilung von Stephan Schmidheiny zu annullieren, war ein Schock für die Angehörigen der Asbest­opfer, die in den Eternit-Werken im Piemont gearbeitet hatten. Und er war eine Blamage für den Turiner Staatsanwalt Raffaele Guariniello, der zuvor zwei Asbestprozesse gewonnen hatte. Noch in zweiter Instanz war der 67-jährige Schmidheiny zu einer Gefängnisstrafe von 18 Jahren sowie Entschädigungszahlungen in Höhe von 90 Millionen Euro verurteilt worden. In der aufgeheizten Stimmung in Italien galt der Schweizer Ex-Industrielle und Milliardär aus Hurden SZ schon lange als «Mörder». Er war früh öffentlich vorverurteilt worden.

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