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Schweizer Fahrende wehren sich

Die Berner Regierung will, dass Fahrende keine Baugewerbearbeiten mehr ausführen dürfen. Das sei ­diskriminierend, sagen die Schweizer Fahrenden.

Schweizer Fahrende sollen laut dem Bund in Zukunft gewisse Dienstleistungen nicht mehr anbieten dürfen - zum Beispiel das Teeren von Plätzen.
Schweizer Fahrende sollen laut dem Bund in Zukunft gewisse Dienstleistungen nicht mehr anbieten dürfen - zum Beispiel das Teeren von Plätzen.

Der Bund will Reisenden gewisse Dienstleistungen verbieten. Der Berner Regierungsrat begrüsst dieses Vorhaben und stellt den Antrag, Arbeiten des Bauhaupt- und Baunebengewerbes zu verbieten.

Denn seit einigen Jahren würden Reisende auch Maler- oder Belagsarbeiten anbieten, etwa das Teeren von Vorplätzen. Das verursache Probleme, weil dies ohne Bewilligung erfolge oder Umweltvorschriften nicht eingehalten würden. Auch seien Konsumenten übervorteilt ­worden.

Gegen ein solches Verbot wehrt sich nun die Nomadische Union Schweiz, die Vereinigung von Organisationen der Schweizer Reisenden. Es wäre «diskriminierend und rassistisch», schreibt sie in einer Medienmitteilung. Denn in den Arbeitsbereichen, welche die Berner Regierung verbieten wolle, seien Reisende seit Generationen «sehr aktiv».

Diese Geschäftsbereiche seien Teil der Kultur der Schweizer Reisenden, noch nie hätten sie dabei Probleme verursacht. Solche seien erst in den letzten drei Jahren bei Fahrenden aus dem Ausland aufgetreten. Mit einem Arbeitsverbot eine Kollektivstrafe einzuführen, sei undenkbar.

sar

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