Maudet zieht das Unvermeidliche in die Länge

Der gefallene Genfer Regierungspräsident ist seines Amts als Staatsrat nicht mehr würdig.

Er klammert sich an sein Amt: Pierre Maudet muss erneut Kompetenzen abgeben. (13. September 2018)

(Bild: Keystone)

Fabian Renz@renzfabian01

Gerne sähe man ins Innere dieses markigen Kopfes, hinter die Fassade dieses Gesichts, auf dem so viele Jahre ein unbedingter Aufstiegswille und die Zuversicht des vom Glück Verfolgten ablesbar schienen. Gerne würde man nachvollziehen, warum sich Pierre Maudet, bis zu diesem Donnerstag Genfer Regierungspräsident, von einem arabischen Potentaten allerlei Urlaubs-Annehmlichkeiten in Abu Dhabi bezahlen liess. Warum er der Öffentlichkeit darüber wiederholt und bewusst die Unwahrheit erzählte. Und was ihn jetzt dazu bewegt, an seinem Amt als Mitglied der Genfer Kantonsregierung festzuhalten – selbst jetzt, wo er das Präsidium und die allermeisten seiner Dossiers abgeben muss.

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