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Eine überfällige Wiedergutmachung

Der Solidaritätsbeitrag an ehemalige Verdingkinder sei ein Denkanstoss, sich mit Fehlern der Vergangenheit auseinanderzusetzen, kommentiert Redaktor Bernhard Kislig.

Bernhard Kislig

Die Schicksale der Verdingkinder und der Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen machen sprachlos. Junge Menschen wurden wirtschaftlich ausgebeutet, geschlagen und missbraucht. Sie waren wehrlos, ihren Peinigern physisch wie geistig unterlegen. Ihnen fehlte nicht nur der Rückhalt liebender Eltern, sondern überhaupt ein Schutz, zum Beispiel durch eine Kontrollbehörde.

Darunter litt nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern auch die Entwicklung: Bildung und Chancen auf einen beruflichen Aufstieg blieben auf der Strecke. Hinweise im Lebenslauf auf das erlittene Leid, schreckten Arbeitgeber ab. So blieben viele der Betroffenen ihr Leben lang Verdingkinder: Geplagt von Scham oder gar Schuldgefühlen, verheimlichten etliche ihr Schicksal.

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