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Eine höchst umstrittene Steuer kommt vor das Volk

Bereits fünf Kantone haben die Pauschalsteuer abgeschafft. Am 30. November entscheidet das Stimmvolk, ob die Besteuerung nach Aufwand schweizweit für unzulässig erklärt wird.

Janine Hosp
Villen in Wollerau im Kanton Schwyz: Die Gemeinde am Zürichsee gilt mit ihren tiefen Steuersätzen als Steuerparadies. Foto: Martin Rütschi (Keystone)
Villen in Wollerau im Kanton Schwyz: Die Gemeinde am Zürichsee gilt mit ihren tiefen Steuersätzen als Steuerparadies. Foto: Martin Rütschi (Keystone)

Die Regelung führte wiederholt zu Diskussionen: Ausländer, die in der Schweiz wohnen, aber nicht hier arbeiten, können anstelle ihres Einkommens ihre Ausgaben versteuern. Und da sie nicht jeden Pullover und jedes Joghurt in der Steuererklärung aufführen können, wurden ihre Ausgaben bisher pauschal auf das Fünffache ihrer Wohnkosten veranschlagt. Reiche, so kritisieren Linke, bezahlen so lächerlich wenig Steuern im Verhältnis zu ihrem Einkommen. Wiederholt starteten ihre Parlamentarier in Bern Angriffe auf die Pauschalsteuer, der Kanton St. Gallen wollte ihr 2008 gar mit einer Standesinitiative beikommen, ohne Erfolg. Nun versucht die Alternative Liste (AL) mit einer Volksinitiative die Pauschalsteuer zu Fall zu bringen. Am 30. November entscheidet das Volk.

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