Die Mehrheit ist für das Abkommen mit der EU

Die erste repräsentative Umfrage zum Rahmenabkommen zeigt breite Unterstützung in der Bevölkerung – vor allem in der Romandie.

In der Westschweiz sind laut der Umfrage fast 70 Prozent für ein Rahmenabkommen. Symbolbild: Keystone

In der Westschweiz sind laut der Umfrage fast 70 Prozent für ein Rahmenabkommen. Symbolbild: Keystone

Gemäss der ersten repräsentativen Umfrage zum institutionellen Abkommen des Forschungsinstituts gfs.bern unterstützen 60 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer aktuell den vorliegenden Entwurf des Rahmenabkommens. 35 Prozent der Schweizer Stimmberechtigen stehen dem Abkommen kritisch gegenüber. Die Umfrage wurde vom Pharmaverband Interpharma in Auftrag gegeben.

Generell werden die bilateralen Verträge positiver beurteilt als noch in den Vorjahren. Die Bevölkerung sieht einen deutlichen Zusammenhang zwischen stabilen Beziehungen zur EU und dem Wohlstand der Schweiz. Die Unterstützung für das institutionelle Abkommen zieht sich durch fast alle politischen Parteien, mit Ausnahme der SVP, und findet sich in den beiden grössten Sprachregionen (58 Prozent für die deutschsprachige Schweiz und 69 Prozent für die französischsprachige Schweiz) wieder.

Die Gründe, warum die Stimmberechtigten für oder gegen das Abkommen stimmen, basieren vor allem auf wirtschaftlichen Überlegungen. So halten über zwei Drittel (69 Prozent) aller Umfrageteilnehmer fest, dass das Rahmenabkommen der Schweizer Wirtschaft die notwendige Rechts- und Planungssicherheit bietet. Dabei sind sich gemäss Umfrage 64 Prozent aller Befragten der Erosion der bestehenden Marktzugangsabkommen bewusst.

Pharmaindustrie für Rahmenabkommen

«Die Resultate der Umfrage verdeutlichen, dass sich die Schweizer Bevölkerung der Bedeutung der bilateralen Abkommen bewusst ist», sagt René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma, in einer Medienmitteilung. Die Meinungsbildung zum institutionellen Abkommen habe aber erst begonnen und es brauche kontinuierliche Überzeugungsarbeit, um die Bedeutung von stabilen Beziehungen zu unserem wichtigsten Wirtschaftspartner hervorzuheben.

Für die Pharmaindustrie sind insbesondere die Abkommen über die technischen Handelshemmnisse und die Personenfreizügigkeit entscheidend. Um den bilateralen Weg zu erhalten, den Ausbau des Marktzugangs weiter voranzutreiben und die Erosion der existierenden Marktzugangsabkommen zu verhindern, erachtet Interpharma ein institutionelles Abkommen zwischen der Schweiz und der EU als notwendig.

hvw/sda

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