Cyber-Attacke legt Admeira lahm

Die Werbevermarktungsfirma Admeira ist von der aktuellen Cyber­-Attacke hart getroffen worden. Viele Computersysteme der gemeinsamen Werbeallianz von SRG, Swisscom und Ringier sind ausser Betrieb.

Zahlreiche Systeme der Werbeplattform Admeira wurden durch eine Cyber-Attacke lahmgelegt.<p class='credit'>(Bild: Manuela Spizzo)</p>

Zahlreiche Systeme der Werbeplattform Admeira wurden durch eine Cyber-Attacke lahmgelegt.

(Bild: Manuela Spizzo)

Die Welle von gross angelegten Cyber-Attacken trifft auch sechs Schweizer Unternehmen. Darunter fällt Admeira – die gemeinsame Werbeplattform von SRG, Swisscom und Ringier.

Dies teilte die Schweizer Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) am Mittwoch mit. Welche weiteren Firmen von den Angriffen betroffen sind, wollte Melani nicht bekannt ­geben.

Website ausser Betrieb

Gemäss Angaben des Unternehmens legt die Cyber-Attacke zahlreiche Systeme von Admeira seit Dienstagnachmittag still. Die Server sind betroffen, und diverse IT-Systeme funktionieren nicht mehr. Konkret sind beispielsweise der Internetauftritt sowie die ­Buchungssysteme für TV-Spots ausgefallen.

Auf der ­Admeira-Website ist eine Notfallmeldung aufgeschaltet, die beschreibt, welche Dienstleistungen nicht mehr funktionieren und wie Kunden oder Partner mit ihren Ansprechpartnern in Kontakt treten können. Das Kern­geschäft sei aber zurzeit noch sichergestellt, erklärt Admeira-Mediensprecherin Romi Hofer.

«Kurzfristige Änderungen können wir aber nicht umsetzen», ­ergänzt Hofer. Auf die Frage, wie Admeira das Problem beheben und die Sicherheitslücke schliessen will, ging Hofer nicht ein: «Wir sind gemeinsam mit Spe­zialisten mit Hochdruck daran, das Problem zu untersuchen und Massnahmen einzuleiten.»

Umstrittene Werbeallianz

Admeira ist ein Gemeinschaftsunternehmen der SRG, der Swisscom und des Verlagshauses Ringier, welches im April 2016 ­gegründet wurde. Es vermarktet beispielsweise die Fernsehwerbung der SRG, jene von privaten Sendern sowie Anzeigen für «Blick» und «Blick am Abend».

Die privaten Verleger haben die Gründung der umstrittenen ­Werbeallianz bekämpft. Der in der Bundesverfassung verankerte Grundsatz, dass auf die privaten Medien Rücksicht genommen werden müsse, sei missachtet worden.

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