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Liebe auf Distanz – So funktioniert die Fernbeziehung

Fussballprofi David Beckham und seine Gattin Victoria können wahrlich ein Lied davon singen. Wovon die Rede ist? Von der oft als Liebeskiller verschrienen Fernbeziehung. Doch hier die Entwarnung: Liebe auf Distanz kann auch Vorteile haben. Welche das sind, erklärt die Online-Partnervermittlung ElitePartner.ch.

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Kampf der Kilometer

Sydney – Düsseldorf, London – Wien oder Hamburg – Stuttgart haben mindestens eine Gemeinsamkeit: Diese Städte sind durch Hunderte, zum Teil sogar durch Tausende von Kilometern voneinander getrennt. Logische Konsequenz: Viele Liebespaare müssen sich mit einer räumlichen Trennung aufgrund verschiedener Lebensmittelpunkte arrangieren.

Psychologin Fanny Jimenenz, selbst jahrelang in einer Fernbeziehung lebend, beschäftigte sich in ihrer Doktorarbeit mit dem Phänomen „Liebe auf Distanz“ und fand Erstaunliches heraus: Jeder der 1.500 Befragten, zwischen 18 und 66 Jahren, führt eine Fernbeziehung. Mehr als die Hälfte pendelten bis zu sechs Stunden pro Strecke, um den Partner wieder glücklich und sehnsüchtigst in die Arme zu schliessen. Knapp 30 Prozent gaben an, sogar noch längere Fahrten in Kauf nehmen zu müssen. Zudem: Ein Hoch aufs moderne Zeitalter. Denn der grösste Teil der Kommunikation findet via Handy (SMS schreiben und telefonieren), Computer (E-Mail und Chat) und dem handelsüblichen Festnetztelefon statt.

Fernbeziehungen machen glücklich

„Fernliebende sind zufriedener als Paare, die zusammenleben“, so Jimenenz in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus.

Woran das liegt? Die Bindungsstile der Liebenden sind massgeblich dafür verantwortlich, ob eine Fernbeziehung funktioniert oder nicht. Menschen, die mit sich und ihrem Umfeld im Reinen sind und eine positive Lebenseinstellung haben, können sich mit Konflikten und Schwierigkeiten reflektiert auseinandersetzen und sind somit besser in der Lage, Lösungen zu suchen und zu finden. Sogenannte Ängstliche und Vermeider dagegen sind durch die gegebenen Umstände des ständigen Trennens und Wiedersehens schnell überfordert. Das äussert sich grösstenteils durch nervenaufreibende Jammertiraden beim Abschied oder durch

Gereiztheit und Genervtheit beim Wiedersehen aufgrund der plötzlich eingeforderten Nähe des Partners. Ein Balanceakt, der nicht von jedem mit Bravour gemeistert werden kann.

Eine Einschränkung gibt es allerdings: Das zeitliche Ausmass der Fernbeziehung muss absehbar sein und sollte nicht länger als bei drei Jahren liegen. Alles andere wirkt sich destruktiv aus, da die gemeinsamen Perspektiven fehlen.

Rituale helfen

Die Psychologin empfiehlt Regeln und Absprachen zutreffen, um einen möglichst normalen Umgang miteinander und einen harmonischen Wechsel zwischen Nähe und Distanz zu garantieren. Wichtig: Initiieren Sie gewisse Rituale in der Kommunikation. Schreiben Sie zum Beispiel jeden Tag eine Guten-Morgen-Mail, telefonieren Sie nach dem Abendbrot und schreiben eine SMS in der Mittagspause. Natürlich ist es oftmals wegen verschiedenster Zeitzonen nicht leicht. Ein Argument mehr für Regelmässigkeiten. Lassen Sie Ihren Partner an Ihrem Alltag teilhaben, damit er sich nicht ausgegrenzt fühlt.

Planen Sie zudem gemeinsame Aktivitäten, wie einen Urlaub – raus aus der Pendelfalle, raus aus dem Alltag. Befreien Sie sich wenigstens für einen gewissen Zeitraum von der Last, die eine Fernbeziehung auf Psyche und Physis ausübt.

Besprechen Sie gemeinsam Ihre Finanzen. Das schafft eine gemeinsame Basis und Vertrauen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für eine funktionierende Fernbeziehung: Der Treuefaktor. Jimenenz konnte in ihrer Erhebung eine weiteres überraschendes Fazit ziehen: Männer, die ihre Partnerin nur in unregelmässigen Abständen sehen, gehen seltener fremd als Männer, die mit ihrer Freundin zusammenleben. Klingt gut, oder? Doch ein grosses „Aber“ lässt sich nicht vermeiden: Für Frauen gilt nämlich genau das Gegenteil.

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