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Kündigung für 26 PersonenSAH Bern beendet Flüchtlingsprogramm

Das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) Bern beendet sein Programm für den Berufseinstieg von Flüchtlingen im Kanton Bern auf Ende Jahr.

Das Programm «Co-opera» vermittelt seit 1995 Schnupperwochen, Arbeits- und Lehrstellen.
Das Programm «Co-opera» vermittelt seit 1995 Schnupperwochen, Arbeits- und Lehrstellen.
Symbolbild: Getty

Weil die Asylbetreuung im Kanton Bern neu ausgeschrieben wird, beendet das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH) Bern sein Programm für den Berufseinstieg von anerkannten und vorläufig aufgenommenen Flüchtlingen auf Ende Jahr. Künftig sind die Organisationen, welche dabei den Zuschlag erhalten haben, auch für den Berufseinstieg zuständig.

Das SAH verhandelte zwar noch mit regionalen Partnerorganisationen über mögliche Kooperationen oder die Übernahme des Angebots namens «Co-opera», wie es am Dienstag mitteilte. Das scheiterte aber oder ist noch nicht weit genug fortgeschritten. So beschloss der SAH-Vorstand die Einstellung des Programms, da die Finanzierung ab 2021 nicht mehr gesichert ist.

Vom Entscheid betroffen sind 20 Mitarbeitende sowie sechs Personen in befristeter Anstellung. Sie verlieren ihre Stellen Ende Jahr. Das SAH erarbeitete zusammen mit der Gewerkschaft VPOD einen Sozialplan. Geschäftsführung und Vorstand des SAH Bern setzen sich für Lösungen ein und wollen Härtefälle vermeiden, wie es weiter hiess.

Das Programm «Co-opera» entstand 1995, als viele Menschen vor dem Krieg in Ex-Jugoslawien fliehen mussten. Seither nahmen mehr als 2500 Personen aus 40 Ländern daran teil. Das SAH vermittelte ihnen eine Vielzahl von Schnupperwochen sowie Lehr- und Arbeitsstellen.

SDA