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LeserreaktionenRückkehrzentren – ich schäme mich in Grund und Boden

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Abgewiesene Asylsuchende demonstrierten in der Reithalle gegen ihre Unterbringung in Rückkehrzentren. Kinder etwa dürfen neuerdings nicht mehr in die normale Schule gehen.
Abgewiesene Asylsuchende demonstrierten in der Reithalle gegen ihre Unterbringung in Rückkehrzentren. Kinder etwa dürfen neuerdings nicht mehr in die normale Schule gehen.
Christian Pfander

Zu den Rückkehrzentren für abgewiesene Asylsuchende

Kaum fassbar

Seit 1. Juli werden abgewiesene Asylsuchende (auch Familien) jahrelang in Kollektivunterkünften interniert, wo sie Küche, Bad, WC und Aufenthaltsraum mit Menschen aus anderen Kulturen teilen. Sie dürfen nicht arbeiten, nicht auswärts übernachten und erhalten 8 Franken pro Tag für Essen und Kleider. Sicherheitsdirektor Philippe Müller sagt, sie hätten alles, was sie brauchen. Um auf die unmenschlichen Zustände aufmerksam zu machen, hat sich ein Asylsuchender auf dem Bundesplatz angezündet. Philippe Müller bezeichnete dies kalt lächelnd als Show! Und Menschen, die ihre Hilfe anbieten, werden als linke Aktivisten bezeichnet. So etwas ist kaum fassbar; ich schäme mich in Grund und Boden. Jeder Langzeit-Asylsuchende kostet im Rückkehrzentrum 30'000 Franken pro Jahr (Angabe Sicherheitsdirektion). Wollen wir uns diesen Unsinn wirklich leisten? Wäre es nicht vernünftiger, diese Menschen auszubilden und in die Gesellschaft einzugliedern? Wann ist Philippe Müller bereit, seine Kompetenz auszuschöpfen, wie etwa sein Kollege im Kanton Basel? Andreas Wyss, Bern

Zitat des Tages

«Seit Jahren verschwinden in der Stadt Bern Familiengärtenareale – ohne den geringsten Widerstand der Grünen Partei.»

Margrit Kühni, Bremgarten

Zu «Familiengärten – Oasen der grünen Revolution»

Die Familiengärten verschwinden aus Bern

Ausgerechnet auf unserem Bio-Familiengarten (und noch mindestens sieben weiteren Gärten), den wir seit 50 Jahren hegen und pflegen, in dem viele Nützlinge eine Heimat haben und dank dem wir Selbstversorger sind, will die Stadt und die Grüne Franziska Teuscher ein Schulhaus bauen. Plötzlich gehören wir zu einem hippen Quartier mit Ausbauplänen, die die Corona-Krise und die Verschuldung der Stadt Bern in den Hintergrund rücken lassen. Das alte Schulhaus besteht aus vielen einzelnen Gebäuden und entspricht in keiner Art und Weise den heutigen Standards. Warum wieder eine grosse Fläche versiegelt werden soll, anstatt verdichtet zu bauen, verstehen wir nicht. Seit Jahren verschwinden in der Stadt Bern Familiengärtenareale und werden versiegelt, ohne den geringsten Widerstand der Grünen Partei. Margrit Kühni, Bremgarten

Zu Leserreaktionen zur Kampfjet-Abstimmung

Ich kann es nicht glauben

In den letzten Tagen las man in Leserbriefen zur Kampfjet-Abstimmung immer die gleichen Forderungen, die Milliarden besser oder gescheiter einzusetzen. Ich kann es fast nicht glauben, dass es immer noch Leute gibt, die nicht verstanden haben, dass dieses Geld dem Departement Amherd gehört und für militärische Sicherheit bestimmt ist. Auch wenn es ein Abstimmungs-Nein geben sollte, kommt aus dieser Kasse kein Rappen, um andere Löcher zu stopfen. Ich hoffe, dass dies bald jedem klar sein wird. Robert Stämpfli, Langenthal