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Fortgeschrittene MelanomeRoche erhält Schweizer Zulassung für Hautkrebs-Behandlung

Eine Kombinationstherapie zur Behandlung einer bestimmten Form von fortgeschrittenen Melanomen kann nun eingesetzt werden. Sie soll die Prognose der Betroffenen verbessern.

Der Sitz von Roche Diagnostics International AG in Rotkreuz im Kanton Zug am Donnerstag, 8. Oktober 2020.
Der Sitz von Roche Diagnostics International AG in Rotkreuz im Kanton Zug am Donnerstag, 8. Oktober 2020.
Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Roche hat vom Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic grünes Licht für eine Kombinationstherapie zur Behandlung einer bestimmten Form von Hautkrebs erhalten. Konkret gehe es um die Kombination mit dem Medikament Tecentriq plus Cotellic und Zelboraf, wie der Pharmakonzern am Freitag mitteilte.

Dabei werde diese Kombination eingesetzt, um Menschen zu behandeln, die an fortgeschrittenem Hautkrebs mit der sogenannten BRAF-V600E-Mutation leiden. Fortgeschrittene Melanome sind laut Mitteilung eine aggressive Form von Krebs; Betroffene haben trotz verfügbarer Therapieoptionen oft eine ungünstige Prognose.

Die Tecentriq-Kombinationstherapie hat in klinischen Studien gut abgeschnitten. Sie ergaben, dass Patienten mit fortgeschrittenen Melanomen, die positiv für eine BRAF-V600E-Mutation waren, mehr als 16 Monate überleben konnten, ohne dass ihre Erkrankung weiter fortschritt.

Es sei die erste Zulassung für eine Kombination aus BRAF- und MEK-Inhibitoren (zielgerichtete Therapie) mit einer Immuntherapie zur Behandlung von Melanomen mit rasch eintretenden, hohen Ansprechraten und zugleich den langfristigen Behandlungsergebnissen einer Immuntherapie, teilte Roche weiter mit.

SDA/anf