Vier Musketiere für einen Traum

Am Sonntag steht in Rio der Degen-Teamwettkampf auf dem Programm. Die Schweizer zählen zu den Medaillen­kandidaten. Der Berner Fabian Kauter stellt seine Team­kollegen vor.

Der Berner Fabian Kauter stellt seine drei Mitstreiter vor, wobei er über die Fechter, aber auch über die Personen hinter den Masken spricht.

Der Berner Fabian Kauter stellt seine drei Mitstreiter vor, wobei er über die Fechter, aber auch über die Personen hinter den Masken spricht.

(Bild: Keystone)

Die besten helvetischen Degenfechter haben dem Ziel, sich mit der Mannschaft für Olympia 2016 zu qualifizieren, über ein Jahr lang alles untergeordnet. Am Sonntag soll nun die grosse Stunde schlagen.

Sofern sich Max Heinzer im Einzelwettkampf nicht ernsthaft verletzt hat, sind die Medaillenchancen intakt. Immerhin sind die Schweizer an Welt- und Europameisterschaften in den letzten fünf Jahren sechsmal auf dem Podest gestanden.

So gut das Quartett harmoniert, es handelt sich doch um unterschiedliche Typen. Der Berner Fabian Kauter stellt seine drei Mitstreiter vor, wobei er über die Fechter, aber auch über die Personen hinter den Masken spricht.

Fabian Kauter

Im Einzel hat es nicht für eine Medaille gereicht – und im Teamwettkampf?

Peer Borsky

Der Fechter: «Peer ist ein Defensivkünstler. Er spürt hervorragend, wo die Spitze der Klinge ist, daher ist er sehr treff­sicher und setzt viele Handtreffer. Er hat sich in letzter Zeit stark entwickelt und wird im Angriff immer stärker. Als ­Defensivfechter allein kann man sich heute nicht mehr ­behaupten.»

Der Mensch: «Er gehört zu den intelligentesten Menschen, die ich kenne. Peer ist sehr rational, denkt sehr schnell und lösungsorientiert. Ich verbringe gern Zeit mit ihm, weil wir etliche Interessen teilen. Wir reden zum Beispiel gern über Wirtschaftsthemen.»

Max Heinzer

Der Fechter: «Max ist ein wilder Fechter; er ist auf der Piste mutig und ein unglaublicher Kämpfer. Er hat einen eigenen Kopf, ist auf eine gute Art stur. Wenn er einen Gegner fressen kann, frisst er ihn.»

Der Mensch: «Im Privatleben ist Max quasi das Gegenteil von Max, dem Fechter. Neben der Piste ist er überhaupt kein lauter, dominanter, sondern eher ein ruhiger, überlegter Typ. Er verbringt gern Zeit in der Natur, ist ein leidenschaftlicher Fischer.»

Benjamin Steffen

Der Fechter: «Benjamin ist der ruhige Pol in un­serer Mannschaft. Er fechtet konstant gut, bringt immer seine Leistung und verleiht dem Team so Stabilität.»

Der Mensch: «Benjamin ist schon sehr, sehr lange ein Teamkollege. Mit ihm teile ich immer das Zimmer, wenn wir unterwegs sind. Er ist für mich mehr als ein Freund; ich betrachte ihn quasi als Teil der Familie. Er denkt immer zuerst an die anderen, ist grosszügig, unternehmungslustig, humorvoll. Mit Benjamin kann ich über alles reden.»

Berner Zeitung

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