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Zweimal Ja für Infrastruktur

GrindelwaldDie Stimmbürger sagen Ja zur Bürgschaft fürs Altersheim und Ja für die Erneuerung der Schulanlage.

Zwei Urnenabstimmungen und zweimal Ja. Gestern fand zum ersten Mal nach der Einführung der neuen Gemeindeordnung eine Urnenabstimmung statt. Sie fand zum einen statt über die Erweiterung des Alters- und Pflegeheims Grindelwald mit einer Bürgschaftsverpflichtung von 6,8 Millionen Franken gegenüber der Bank zugunsten des Vereins Alters- und Pflegeheim Grindelwald. Zum anderen über die Erweiterung und die Sanierung der Schulanlage Graben mit einem Objektkredit von 5,175 Millionen Franken. Beide Vorlagen wurden deutlich angenommen: Die Bürgschaftsverpflichtung mit 867 Ja- zu 306 Nein-Stimmen. Für die Sanierung der Schulanlage stimmten 856 Ja, 308 sagten Nein. Von 2590 Stimmberechtigten gingen 1240 Ausweiskarten ein. Zuversicht beim Präsidenten Gemeindepräsident Emanuel Schläppi nahm das Ergebnis mit Freude zur Kenntnis: «Es ist ein deutliches Resultat, die Mehrheit des Stimmvolks steht hinter beiden Vorhaben.» Das Ja zur Bürgschaft für das Altersheim zeige das Vertrauen in den Verein Alters- und Pflegeheim Grindelwald. «Ich gehe nicht davon aus, dass der Betrieb nicht funktionieren wird.» Man habe ja vereinbart, dass das Geld schneller amortisiert werde. Aber wenn es doch Probleme gäbe, stünde die Gemeinde finanziell hinter dem Vorhaben. Vor der Abstimmung wurde ein Orientierungsabend veranstaltet, der aber nur schwach besucht wurde. Doch die anwesenden rund 30 Besucher (wir berichteten) waren schon damals überzeugt von den beiden Vorlagen für die Urnenabstimmung. Denn sobald eine Investition mehr als 2 Millionen Franken umfasst, wird an der Urne darüber abgestimmt. 10 Betten mehr Beim Vorhaben des Vereins Alters- und Pflegeheim soll der Betrieb um 10 Betten erhöht werden. Der aktuelle Betrieb weist gemäss Verein mit 23 Betten eine betriebswirtschaftlich ungünstige Grösse auf. Doch mit der vorhandenen Infrastruktur kann keine höhere Anzahl von Pflegebetten betrieben werden. Mit einer Erweiterung und der Verbesserung der Raumangebote in den Bereichen Lager, Küche und Verwaltung wird beabsichtigt, die gestiegene Nachfrage abzudecken und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Für die Gemeinde nicht weniger wichtig ist das Projekt für den Um- und Ausbau der Schulanlage Graben. «Das Ja für den Schulhausausbau ist ein Ja für ein vernünftiges Projekt, das zukunftsorientiert ist», sagte Schläppi. Das Projekt des Architekten Martin Althaus aus Unterseen sieht vor, die bestehende Konstruktion der Aussenwände zu erhalten und neu mit einer Holzfassade zu verkleiden. An Fernwärme angeschlossen In die bestehenden Gebäude aus dem Jahre 1960 sollen eine Kochschule, eine Mediathek, neue Arbeits-, Gruppen- und Lehrerräume integriert werden. Für die zukünftige Tagesschule sollen Räume im Rohbau erstellt werden. Der Baubeginn soll im Sommer 2011 erfolgen. Auch energetisch soll das Gebäude verbessert werden, die Ölheizung wurde bereits an das im Herbst fertiggestellte Fernwärmewerk im Talboden angeschlossen.Fritz Lehmann >

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