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Zwei enge Entscheidungen

DuathlonDer Ex-Biathlet Roland Zwahlen setzte sich im MTB-Duathlon Aeschi knapp vor dem Triathleten Adrian Haller durch. Bei den Frauen siegte Alexandra Bürger ebenfalls knapp vor der Vorjahressiegerin Susanne Wyss.

Der vom Turnverein Aeschi organisierte MTB-Duathlon ist eine Erfolgsgeschichte. So konnte der Traditionsanlass den rund 300 Teilnehmern eine Palette von 21 verschiedenen Kategorien anbieten. Höhepunkt der stimmungsvollen Veranstaltung ist jeweils der Langstreckenduathlon. Flankiert von zweimal fünf Kilometer Laufen, sind 21 Kilometer auf dem Mountainbike zu fahren. Sieg aus zweiter Position Bis Rennhälfte sah es so aus, als würde der als Topfavorit gehandelte Triathlet Adrian Haller einen ungefährdeten Sieg landen. Doch bis Aeschiried, dem höchsten Punkt des kupierten Parcours, konnte auf der zweiten Bike-Runde der bergauf starke frühere Weltklassebiathlet Roland Zwahlen zu Haller aufschliessen. «Bergauf kam ich ihm immer näher, aber bergab distanzierte er mich immer wieder», verriet Zwahlen nach dem Zieleinlauf. Zwahlen konnte sich auf der zweiten Laufstrecke an die Fersen des amtierenden U-23-Triathlon-Schweizer-Meisters heften. Aus zweiter Position gelang es dem 34-jährigen Uttiger, den führenden Haller zu überspurten. «Vom Swiss Loppet der Skilangläufer her weiss ich langsam, wie man bei solchen Sprints taktisch vorgeht», sagte der Sieger. Arbeitsweg als Training Er habe zwar seit dem Stockhorn-Halbmarathon, wo er Vierter wurde, keine Wettkämpfe mehr gemacht, aber er sei täglich mit dem Rad von Uttigen nach dem 50 km entfernten Oeschberg zur Arbeit gefahren, so der Olympiateilnehmer von Salt Lake City. Als gelernter Landschaftsgärtner ist Zwahlen nun Lehrmeister an der Gartenbauschule Oeschberg. Der fünffache Biathlon-WM-Teilnehmer, Europacupsieger und zweifache Schweizer Meister hat den von Marco Burri aufgestellten Streckenrekord von 1:26:30 lediglich um 20 Sekunden verfehlt. «Spurten ist noch deine Schwäche», sagte Trainer Samuel Hürzeler seinem geschlagenen Schützling Adrian Haller nach dem Zieleinlauf. Der Gigathlon- und Inferno-Triathlon-Sieger vermutet hingegen, dass es Haller nicht zu einem Endspurt hätte kommen lassen, wenn er von der Sprintstärke des früheren Biathleten gewusst hätte. Topfavoritin geschlagen Nicht minder spannend verlief das Rennen der Frauen. Topfavoritin Susanne Wyss, welche in Aeschi bei neun Teilnahmen bereits viermal gewonnen hatte, sah auch beim zehnten Mal wie die sichere Siegerin aus. Doch rund einen Kilometer vor dem Ziel musste die zweifache Mutter aus dem Eriz die Spitze an die aufrückende Alexandra Bürger abgeben. «Ich konnte da nicht mehr reagieren und musste sie ziehen lassen», gestand die 38-Jährige. Als Siegerin des Halbdistanz-Powermans von Pescara ist die gebürtige Stadtbernerin Alexandra Bürger in der Triathlonszene keine Unbekannte. prt>

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