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Vinzenz Hediger, Elisabeth Zäch, Stephanie Glaser

«Der 100.Geburtstag wäre ein guter Anlass, Franz Schnyder so ernst zu nehmen, wie er es verdient.» So würdigt Vinzenz Hediger, Professor für Filmwissenschaft in Bochum, den Regisseur aus Burgdorf. Schnyder habe es verstanden, als letzter – und womöglich auch erster – gewerblicher Filmemacher der Schweiz mit grossem Erzählkino und ohne jegliche Subventionen erfolgreich zu sein. Entgegengekommen sei ihm, dass damals noch keine TV-Programme die Gefühle nationalen Selbstverständnisses befriedigt hätten. Zu jenen, die sich noch heute mit Begeisterung Schnyder-Filme zu Gemüte führen, gehört Elisabeth Zäch. Die Burgdorfer Stadtpräsidentin schätzt – besonders bei «Ueli der Knecht» und «Ueli der Pächter» – «die wahnsinnig schönen Aufnahmen» und «die tollen schauspielerischen Leistungen». Im Rückblick sagt sie auch: «Durch ihn habe ich in meiner Ostschweizer Heimat einen ersten Zugang zum Emmental gefunden.» Bei diesen zwei Filmen war auch Stephanie Glaser dabei. Als Trinette, die Schwägerin des Glungge-Bauern, sei sie jeweils nur in einer kleinen Rolle vor der Kamera gestanden, sagt die Schauspielerin. Deshalb erinnere sie sich auch nicht mehr an viele Details. Vielleicht nur dies: «Die Arbeit mit Franz Schnyder war sehr intensiv.» Der Regisseur habe sehr klare Vorstellungen über sein Schaffen gehabt und diese auch umgesetzt. Mit Schnyder gedreht hat auch ein Burgdorfer. Urs Welsch spielte in «Die «sechs Kummerbuben» den Päuli, und er weiss noch gut, wie sehr ihn die Gestalt des Regisseurs, der stets eine Kappe trug, damals beeindruckt hat. Er war damals ja auch erst sieben Jahre alt, «später», sagt er, «habe ich ihn immer mal wieder in der Stadt gesehen, doch gekannt hat er mich nicht mehr». skk>

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